Das Naturzentrum Glarnerland hat ein ganz besonderes Event am Start. Unter dem Titel «Fledermäuse – heimliches Glarner Nachtleben» wurde eine Ausstellung eröffnet, die sich ganz den faszinierenden kleinen Flugkünsten widmet. Wer hätte gedacht, dass uns diese Tierchen, die oft im Schatten der Nacht agieren, so viel zu erzählen haben? Ja, da gibt es wirklich einiges zu entdecken! Die Ausstellung zeigt die 19 im Glarnerland heimischen Fledermausarten und stellt sechs davon näher vor. Damit wird das heimliche Treiben dieser Tiere eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Ergänzt wird die Schau durch spannende Anekdoten von Begegnungen zwischen Menschen und Fledermäusen im Kanton Glarus. Ziemlich interessant, wenn man sich überlegt, wie oft wir eigentlich an diesen kleinen Wesen vorbeigehen, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Erlebnisstationen laden die Besucher ein, mehr über das Wanderverhalten der Rauhautfledermäuse zu erfahren. Und das Zählen von Mausohrkolonien – ja, das klingt wirklich nach einem spannenden Zeitvertreib! Hörstationen geben einen Einblick in die geheimnisvollen Ultraschallrufe der Fledermäuse. Wer hätte gedacht, dass diese kleinen Tierchen so kommunikativ sind?

Fledermäuse in unseren Gebäuden

Wusstet ihr, dass Fledermäuse oft Hohlräume hinter Wandverschalungen und andere Spalten an Gebäuden als Unterschlüpfe nutzen? Im Sommer können in einem einzigen Quartier mehrere Dutzend Weibchen mit ihrem Nachwuchs leben. Das Naturzentrum ruft die Bevölkerung dazu auf, Fledermausquartiere zu melden, um die Verbreitung dieser Arten besser zu erfassen. Meldungen sind nicht nur willkommen, sie sind sogar gefragt! Ob man Fledermäuse beim Ein- oder Ausflug beobachtet hat oder Kot gefunden hat – alles zählt. Und hier ein kleiner Tipp: Fledermauskot zerfällt unter leichtem Druck zu Staub, im Gegensatz zu Mäusekot. Das kann beim Melden durchaus hilfreich sein!

Der Beobachtungsaufruf 2026 wird in Zusammenarbeit mit Biologen Thomas Ortega durchgeführt. Und das ist noch nicht alles! Die Ausstellung begann am Dienstag, 12. Mai, im Bahnhofsgebäude von Glarus. Der Eintritt ist frei, was ja immer ein Grund mehr ist, sich das Ganze anzuschauen. Am Donnerstag, 21. Mai, um 20.00 Uhr findet zudem eine öffentliche Führung mit Fledermaus-Beobachtung statt – ohne Anmeldung! Da kann man das heimliche Nachtleben dieser Tiere hautnah erleben.

Moderne Forschung und spannende Methoden

Eine spannende Ergänzung zur Ausstellung ist die moderne Forschung rund um Fledermäuse. Zum Beispiel wird Radio-Telemetrie häufig in der Fledermausforschung eingesetzt, um die Signale von Sendern zu verfolgen. Diese Methode hilft dabei, Tagesquartiere zu ermitteln und Flugwege zu begrenzen. In einer Pilotstudie an den Plöner Seen im Sommer 2018 wurden zehn weibliche Abendsegler mit GPS-Sendern ausgestattet. Die ersten GPS-Daten zeigen, dass sich die Tiere uneingeschränkt in ihrem Lebensraum bewegen und große Flugstrecken von mehreren Kilometern zurücklegen. Ziemlich beeindruckend, oder?

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Mit Mini-GPS-Empfängern, die nur ein bis zwei Gramm wiegen, können Lokalisationen und Aktivitätsdaten erfasst werden. Diese kleinen Geräte lösen sich nach einigen Tagen vom Fell der Fledermaus und können anschließend wiedergefunden und ausgelesen werden. Das gibt uns nicht nur spannende Einblicke in das Leben dieser Tiere, sondern zeigt auch, wie wichtig es ist, sich für den Naturschutz einzusetzen. Die Aktionsräume der Fledermäuse sind weitläufig und erstrecken sich über Gewässer, Laubwälder und alte Baumbestände. Ein weiteres Zeichen dafür, wie wertvoll solche Ausstellungen und Forschungsprojekte sind, um das Verständnis für unsere geflügelten Freunde zu fördern!