Heute ist der 6.05.2026 und in Glarus war wieder einmal richtig was los! Die Landeskirchen haben ein buntes Musikprogramm ins Zelt gezaubert, das für beste Stimmung rund ums Gerichtshaus sorgte. Mit Akkordeonklängen, dem rhythmischen Schlagen von Trommeln, einer jazzigen Band und einem Nasenflötenensemble war für jeden etwas dabei. Das Publikum war begeistert, und die positiven Schwingungen erinnerten an frühere Veranstaltungen wie die Glarner Messe und den Weihnachtsmarkt. Die engagierten Freiwilligen und kirchlichen Mitarbeitenden standen bereit, um Fragen zu beantworten und den Besuchern einen herzlichen Empfang zu bereiten.
Ein ganz besonderes Highlight war der kantonale Landsgemeinde-Gottesdienst, der um 18 Uhr in der Stadtkirche gefeiert wurde. Hier standen die Pfarrer Matthias Hauser, Sebastian Doll und Bernd Rosner am Altar und führten die Gemeindemitglieder durch einen bewegenden Gottesdienst, der alle drei Kirchen – katholisch, reformiert und evangelisch-methodistisch – vereinte. Bei der Lesung der Zehn Gebote in ausführlicher Fassung wurde erneut der Bezug auf den christlichen Glauben als Grundlage der Schweizer Verfassung hergestellt. Es war wirklich berührend, als die Werte wie Freiheit, Selbstverwirklichung, Frieden und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt gerückt wurden.
Gemeinsame Momente der Besinnung
Gemeinsames Singen und Beten erfüllte die Kirche mit einer besonderen Atmosphäre, die man fast greifen konnte. Die musikalische Begleitung durch die talentierte Organistin Lara Schaffner und Trompeter Werner Eberle war einfach himmlisch und trug zur emotionalen Tiefe des Gottesdienstes bei. Besonders ergreifend war der Moment, als alle Anwesenden zusammen die Stimmen erhoben – das war einer dieser Augenblicke, die man nicht vergisst.
Nach dem Gottesdienst lud die Gemeinde dann ganz herzlich zum Verweilen beim Apéro im Seitenschiff der Stadtkirche ein. Hier gab es die Möglichkeit, sich auszutauschen, neue Bekanntschaften zu schließen und über die Ereignisse des Tages zu plaudern. Es war ein Ort der Begegnung, der die Gemeinschaft stärkte und die Verbundenheit untereinander förderte.
Kirchenrätin Irene Spälti zog ein durchweg positives Fazit über die Veranstaltung. Die Kirchgemeinde Glarus-Riedern war ebenfalls mit einem Stand zur HEKS-Kampagne vertreten und zeigte, dass Kirche weit mehr ist als nur ein Ort des Glaubens – sie ist auch ein Ort des sozialen Engagements. Der Flohmarkt im Stadtzentrum wurde am Landsgemeinde-Samstag um 16 Uhr geräumt und verlieh dem Tag einen zusätzlichen Hauch von Lebendigkeit.
Insgesamt war dieser Tag in Glarus ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Gemeinde zusammenkommt, um Glauben zu leben und zu feiern. Es ist schön zu sehen, wie Traditionen gepflegt werden und gleichzeitig Raum für neue Impulse geschaffen wird. Solche Veranstaltungen stärken nicht nur den Glauben, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und die Identität der Menschen in Glarus.