Heute ist der 23.05.2026 und wir blicken auf eine spannende Entwicklung in der Schweizer Armee, die sich jüngst im malerischen Kanton Glarus abspielte. Hier wurden FPV-Minidrohnen getestet, die es in sich haben. Was klingt wie aus einem Science-Fiction-Film, hat sich als bitterer Ernst herausgestellt: Diese kleinen Fluggeräte können einen Panzer in nur 25 Sekunden außer Gefecht setzen. Ein Leopard-Panzer diente als Ziel während der Übung auf dem Schießplatz Wichlen, und nach nur 25 Sekunden waren die Ballone, die als Zielmarkierung dienten, bereits zerstört. Das Ergebnis? Der Panzer gilt als „tot“. Die Technik ist beeindruckend, aber auch der Frust unter den Panzerfahrern groß, die sich schutzlos gegen diese neuen Bedrohungen fühlen.

Die Drohnen, die etwa die Größe eines Handtuchs haben und mit einer Sprengstoffattrappe beladen sind, erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Ein Soldat steuert die Drohne mithilfe einer VR-Brille, während ein zweiter Kamerad den Flug überwacht. Eine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist, denn die Drohne hat keine Sicherheitstechnik. Es bedarf also einer präzisen Steuerung, um das Ziel zu treffen. Ehrlich gesagt, das klingt nicht nur nach einer aufregenden Mission, sondern auch nach einem echten Adrenalinkick für die Soldaten!

Die Zukunft der Verteidigung

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat bereits reagiert und beantragt 70 Millionen Franken für Drohnen und deren Abwehrmaßnahmen. Das Geld wird voraussichtlich ab 2027 zur Verfügung stehen. Aktuell ist die Situation für die Panzer alles andere als rosig. Abwehrmaßnahmen existieren schlichtweg noch nicht, und das sorgt für ein gewisses Frustrationspotenzial. Die Panzerfahrer empfinden die Übung als wenig erfreulich, da sie schnell ausgeschaltet werden und sich gegen die hochmodernen Drohnen machtlos fühlen.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass in der kommenden Sommer-Rekrutenschule das Drohnenfliegen erstmals Teil des Lehrplans sein wird. Ob die Drohnenpiloten eigene Einheiten bilden oder bestehenden Einheiten zugeordnet werden, ist derzeit noch unklar. Die Armee scheint jedenfalls auf dem besten Weg zu sein, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und die Wirksamkeit dieser Technologie in die Einsatzdoktrin zu integrieren.

Die Drohnen kosten „ein paar Tausend Franken“, während ein einziger Schützenpanzer mehrere Millionen wert ist. Das bringt die Kosten-Nutzen-Rechnung ins Spiel und lässt die Verantwortlichen sicher nachdenklich werden. Es ist eine neue Ära der Kriegsführung, in der die Technik eine entscheidende Rolle spielt und die bisherigen Konzepte der Verteidigung auf den Kopf stellt.

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