Heute ist der 21. Juni 2026, und wir blicken auf ein bemerkenswertes Ereignis in Glarus zurück. Der Glarner Kantonale Gesangsverein hat sein 200-jähriges Bestehen gefeiert – eine lange Reise durch die Zeit, die von Höhen und Tiefen geprägt ist. In einer festlichen Atmosphäre, die von Musik und Gemeinschaft erfüllt war, kamen Delegationen, Ehrenmitglieder, Vertreter kantonaler Verbände sowie Politiker zusammen, um diesem besonderen Anlass die Ehre zu erweisen. Tafelmajor Hampi Toggenburger, ein Sänger aus dem Männerchor Linthal, führte durch das Jubiläumsfest und sorgte für eine feierliche Stimmung.

Gegründet wurde der Gesangsverein am 11. Juni 1826, mit dem Ziel, gegen vulgäre Gassenlieder anzutreten und ein neues Kirchengesangsbuch zu etablieren. Ein Jahr später, 1827, fand bereits ein Benefizkonzert in der Kirche Ennenda statt, das über 150 Sängerinnen und Sänger mobilisierte – alles für den guten Zweck, um das Griechische Volk zu unterstützen. So nahm die Geschichte des Gesangsvereins ihren Lauf, und die Liebe zur Musik wurde zum verbindenden Element in der Gemeinschaft.

Die Highlights des Jubiläums

Ein ganz besonderes Highlight des Festes war das Glarner Chorfestival, das zum vierten Mal am 20. und 21. Juni stattfand. Mit 39 Chören und 960 Teilnehmenden wurde die Vielfalt und die Leidenschaft der Chormusik eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Projektchor, extra für den 200. Geburtstag ins Leben gerufen, präsentierte sich unter der Leitung von Kantonaldirigentin Rita Meli und sorgte für Gänsehautmomente.

Die Reden von Esther Rhyner und Werner Zentner hoben die Bedeutung von Kameradschaft und Freundschaft innerhalb des Vereins hervor. Wie wichtig diese Werte sind, zeigte sich auch in den Erinnerungen von Christof Ramseier, dem Präsidenten der gesamtschweizerischen Vereinigung, der die Entwicklung des Gesangsvereins über die Jahrzehnte lobte. Peter Aebli, der Gemeindepräsident von Glarus, erinnerte sich an die Herausforderungen, die der Verein überstanden hat – Weltkriege, Krisen und sogar Corona. Ja, die Zeiten waren nicht immer leicht, aber die Kraft der Musik hat immer wieder zusammengeführt.

Historische Rückblicke

Susanne Leuppi präsentierte die Geschichte des Vereins anhand von Protokollen der letzten 200 Jahre. Es ist faszinierend zu sehen, wie der Gesangsverein fast 150 Jahre lang ausschließlich männlich war, bevor 1964 die ersten Frauen- und Töchterchöre aufgenommen wurden. Ein Schritt in die richtige Richtung, der die Türen für neue Stimmen und Perspektiven öffnete. Und wie es sich gehört, wurde auch festgehalten, dass der OK-Präsident für Gesangsfeste ein wenig mehr Erfahrung im Sängerwesen haben sollte – eine weise Entscheidung!

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Die Feierlichkeiten haben nicht nur den Blick auf die Vergangenheit gerichtet, sondern auch die Weichen für die Zukunft gestellt. Wenn man bedenkt, wie vielschichtig die Geschichte des Gesangsvereins ist, ist es klar, dass die Musik mehr ist als nur eine Melodie. Sie ist ein Teil der Identität, eine Brücke zwischen Generationen und Kulturen. Und so klingt die Feier in den Herzen der Menschen weiter – denn das Singen führt wirklich Menschen zusammen.