In der kulturellen Landschaft der Schweiz tut sich wieder einiges. Am 27. Juni wird die Generalversammlung von Pro Litteris in St. Gallen stattfinden – ein Ereignis, das nicht nur die Autoren und Urheber betrifft, sondern auch die Kunst- und Kulturszene im Allgemeinen. Stefan Keller, der aktuelle Präsident, wird nicht mehr zur Wahl antreten. Er hat die Altersgrenze erreicht, was ihn dazu zwingt, seine Position nach acht Jahren abzugeben. Ein Abschied, der nicht nur für ihn, sondern auch für die Organisation bedeutend ist.

Die letzten Jahre waren für Keller prägend. Er sieht die Erneuerung von Pro Litteris als die schönste Erfahrung seiner Amtszeit. Die Organisation hat sich unter seiner Führung nicht nur besser organisiert, sondern auch einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Die Verwaltungskosten sind gesunken, während die Umsätze stabil geblieben sind – ein echter Erfolg! Dennoch gab es auch Schattenseiten. Auseinandersetzungen um die Hinterlassenschaften der früheren Geschäftsleitung und Konflikte bezüglich Urheberrechten, die Bibliotheken betreffen, haben Keller das Leben schwer gemacht. Verständlich, dass er als leidenschaftlicher Bibliotheksbenutzer solche Konflikte weniger gern betrachtet.

Ein neues Co-Präsidium am Horizont

Ein Co-Präsidium wird als zukünftige Führungsstruktur vorgeschlagen. Alexandra Maurer aus Genf und Thomas Kramer aus Zürich, beide bisher Vizepräsidenten, sollen die Geschäfte übernehmen. Frischer Wind – das klingt vielversprechend! Zudem kandidiert Lea Haller aus Sonvilier für den Sitz von Keller im neuen Verwaltungsrat. Die nächste Generation ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Doch damit nicht genug: Pro Litteris hat auch eine anonyme Umfrage gestartet, die den Mitgliedern die Möglichkeit gibt, die Nützlichkeit der Organisation aus ihrer Perspektive zu bewerten. Fragen zur Vergütung, wie etwa „Ja, aber nur geringe Beträge“ oder „Ich bin nicht bei Pro Litteris registriert“, zeigen, dass es hier Handlungsbedarf gibt. Die Umfrage zielt darauf ab, die Rolle und den Nutzen von Pro Litteris für die Autoren in der Schweiz besser zu verstehen – ein Schritt, der für die Zukunft der Organisation von großer Bedeutung sein könnte.

Kellers Pläne für die Zukunft

Ein bisschen Wehmut liegt in der Luft, wenn Keller über seine Pläne spricht. Er möchte möglicherweise zwei bis drei Bücher schreiben und seine Zeit im Obstgarten im Kanton Jura verbringen, wo er auch Bienen hält. Das klingt nach einer perfekten Mischung aus Kreativität und Naturverbundenheit! Und auch wenn er seine Rolle bei Pro Litteris hinter sich lässt, wird er in zivilgesellschaftlichen Vorständen und Präsidien weiterhin aktiv bleiben. Ein Mann, der nicht stillsitzen kann.

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Insgesamt wird es spannend sein zu beobachten, wie sich die Organisation in den kommenden Monaten entwickeln wird. Die Herausforderungen sind groß, aber die Basis ist stark. Pro Litteris hat einen ausgezeichneten Ruf und kann auf eine engagierte Mitgliederschaft zählen. Die Generalversammlung im Juni wird ein entscheidender Moment – nicht nur für die Organisation, sondern auch für die gesamte Kulturszene in der Schweiz.