Heute ist der 13.06.2026, und in Genf brodelt es. Der geplante G7-Gipfel, der vom 15. bis 17. Juni in Évian-les-Bains, Frankreich, stattfinden wird, zieht nicht nur Staatsoberhäupter, sondern auch Kritikerinnen an. Der Staatsrat hatte die für Freitagabend geplante „Critical Mass“-Demonstration im Vorfeld nicht genehmigt, was die Gemüter noch mehr erhitzte. Trotzdem fanden sich zwischen 100 und 150 Aktivistinnen auf der Place des Grottes ein. Ein wahres Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei – und das ist kein Spaß.

Die Polizei hatte bereits im Vorfeld Auseinandersetzungen mit den Aktivistinnen, und es wurde klar, dass die Spannungen hochkochten. Trotz des Verbots scharten sich die Demonstrantinnen und skandierten „Befreit uns!“. Die Stimmung war angespannt, als rund 20 Aktivistinnen verhaftet wurden, nachdem sie in eine Polizeisperre gerieten. Man konnte die Aufregung förmlich spüren, als die Polizei die Ausweise aller Velofahrerinnen kontrollierte, die das Gebiet verlassen wollten. Es war ein klarer Versuch, die Versammlung zu zerschlagen, doch die Teilnehmenden hatten andere Pläne: Sie wollten sich zerstreuen und dann wieder zusammenkommen, um die Mont-Blanc-Brücke zu überqueren und durch die unteren Stadtteile zu radeln.

Ein atmosphärisches Durcheinander

Die Rufe der Aktivistinnen hallten durch die Straßen: „No No No G7!“ und „Befreit Palästina!“ – ein eindrucksvolles Bild, das die Unzufriedenheit mit den bevorstehenden internationalen Verhandlungen widerspiegelt. Es war wie ein Schachspiel, bei dem jeder Zug entscheidend war. Die Polizei, die im Dauereinsatz ist, wird auch für den G7-Gipfel bereitstehen müssen. Die Genfer Behörden fürchten bereits, dass die Proteste zunehmen werden, und erinnern sich an die Ausschreitungen beim letzten G7-Gipfel in Évian. Ein schmaler Grat zwischen Sicherheit und Freiheit.

In der Zwischenzeit kommt die Kritik an den Dienstplänen der Polizei nicht zu kurz. Gewerkschaften schlagen Alarm, da die Polizisten für zehn aufeinanderfolgende Tage zu zwölfstündigen Einsätzen eingeteilt werden. Roger Rudolph, Professor für Arbeitsrecht, spricht von einer „ausserordentlichen“ Belastung, während Thomas Geiser, emeritierter Professor, die Pensen als „an der Grenze der Zumutbarkeit“ bezeichnet. Das Schweizer Arbeitsrecht sieht eigentlich vor, dass jeder Arbeitnehmer pro Woche mindestens einen arbeitsfreien Tag haben muss – Ausnahmen sind nur in Notfällen zulässig. Doch hier scheinen die Gesetze in den Hintergrund zu rücken, während die Polizei an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geführt wird.

Ein Blick in die Zukunft

Die G7 umfasst Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die USA; die EU hat Beobachterstatus. Alle Staats- und Regierungschefs dieser Länder werden erwartet, darunter prominente Namen wie US-Präsident Donald Trump und britischer Premierminister Keir Starmer. Die Genfer Polizei muss sich also auf einen unruhigen Gipfel vorbereiten, während die Erinnerungen an die letzten Ausschreitungen noch frisch sind. Die Region könnte schnell zum Schauplatz von Protesten und Sicherheitsrisiken werden, und die Bürgerinnen sind sich dessen bewusst. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich die Lage entwickeln wird und ob die Stimmen der Aktivistinnen Gehör finden. Ob das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Aktivistinnen und der Polizei weitergeht?

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren