Es gibt Neuigkeiten aus Genf, die die jüdische Gemeinschaft dort betreffen! Am 26. Mai wurde Elie Bernheim zum neuen Präsidenten der Israelitischen Gemeinde Genf (CIG) gewählt. Er folgt auf Roseline Cisier, die nun den Titel der Ehrenpräsidentin trägt. Nach elf Jahren im Vorstand, davon sechs als Vorsitzende, hat sie nun ihren Posten niedergelegt. Das ist schon eine große Veränderung! Während ihrer Amtszeit hat sie sich intensiv dafür eingesetzt, dass neue Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt werden. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die CIG steht auf soliderem finanziellen Fundament, und der Jahresabschluss wurde genehmigt. Es ist immer gut zu wissen, dass die Finanzen in Ordnung sind, oder?

Elie Bernheim, ein Unternehmer, Romanautor, Musiker und sogar diplomierter Cellist, war bereits seit sechs Jahren im Vorstand tätig. Er hat Roseline Cisier bei ihrer Arbeit begleitet und bringt, wie man so sagt, frischen Wind in die Sache. Er ist zudem Enkel des berühmten Uhrenunternehmers Raymond Weil, was ihm sicher eine interessante Perspektive auf die Welt der Geschäfte gibt. Auch in der Coordination intercommunautaire contre l’antisémitisme et la diffamation (CICAD) ist er aktiv. Die CICAD spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Antisemitismus und die Förderung von Solidarität innerhalb der Gemeinschaft.

Ein neues Kapitel

Mit Bernheim an der Spitze wird die CIG sicherlich neue Wege einschlagen. Dominique El Bez, der nun das Amt des Generalsekretärs übernimmt, tritt die Nachfolge von Elias Frija an, der in den Ruhestand geht. Da kann man nur hoffen, dass die neue Führungskraft ebenso engagiert und visionär ist. Ein weiterer Abschied steht bevor: Evelyne Morali, eine prägende Persönlichkeit der CIG, wird nach 37 Jahren im Sozialdienst ausscheiden. Das sind lange Jahre voller Einsatz! Die Entwicklungen im Rabbinat, Jugendarbeit und Sozialdienst, die Cisier und ihr Vorstand begleitet haben, sind bedeutend für die gesamte Gemeinde.

Die CICAD, die unter der Leitung des Sekretär-Generals steht, hat ein Team von Fachleuten, die sich auf verschiedene Bereiche spezialisiert haben, darunter Antisemitismus-Analyse, Pädagogik und Fundraising. Diese Expertise ist von unschätzbarem Wert, besonders in der aktuellen Zeit, in der Antisemitismus leider wieder auf dem Vormarsch ist. Dies wird auch im Lagebild der jüdischen Gemeinden in Deutschland deutlich, das am 1. Mai 2026 veröffentlicht wurde. Der Präsident des Zentralrats, Dr. Josef Schuster, spricht von einer „neuen Normalität“ des Antisemitismus und der Notwendigkeit, jüdische Gemeinden permanent zu schützen. Eine alarmierende Situation, die auch in der Schweiz nicht unbemerkt bleibt.

Die Herausforderungen

Es ist eine Zeit des Wandels, und während einige neue Gesichter in die Gremien einziehen – wie Neil Berdugo, Jessica Ghouzi und Cécile Lederman – müssen die Herausforderungen angegangen werden. Der Rückgang der gesellschaftlichen Solidarität und die Unsicherheit, die viele jüdische Menschen empfinden, sind nicht zu ignorieren. Es ist erschreckend zu hören, dass 21 Prozent der Gemeinden in Deutschland in den letzten zwölf Monaten Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen absagen mussten. Die CIG wird sich diesen Themen stellen müssen, um die Gemeinschaft weiterhin zu stärken und zu unterstützen.

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In Genf, wo die Gemeinschaft eine lange und reiche Geschichte hat, ist es entscheidend, dass die neuen Führungskräfte, wie Elie Bernheim, mit Mut und Entschlossenheit neue Initiativen ergreifen. Die Entwicklung neuer Programme und die Stärkung der Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft sind jetzt wichtiger denn je. Gerade in Zeiten, in denen es notwendig ist, sich gegen Antisemitismus und Hass zu wehren, könnte die CIG zu einem Vorbild für andere Gemeinden werden.