Hitzewelle in Basel: Ein Blick auf die neuen Rekorde und die Realität des Klimawandels
Heute ist der 25.06.2026 und wir erleben hier in Basel eine Hitzewelle, die uns an die extrem heißen Sommer der Jahre 2003 und 2018 erinnert. Temperaturen über 30 Grad Celsius sind nun schon seit acht Tagen an der Tagesordnung – und das ist kein Ende in Sicht! Der Juni begann zwar kühl, doch die letzten Tage haben uns mit einer Hitze überrollt, die selbst die hartgesottensten Sonnenanbeter ins Schwitzen bringt.
Der Meteorologe Roman Brogli hat bereits prognostiziert, dass dieser Juni einer der heißesten in der Geschichte der Schweiz sein wird, auch wenn er nicht ganz an den Rekord von 2003 heranreichen dürfte. In Städten wie Genf, Bern, Zürich und Lugano haben wir mittlerweile mehr Hitzetage als im Jahr 2018. Gerade in Bern wird am Donnerstag voraussichtlich die Anzahl der Hitzetage von 2003 erreicht und sogar übertroffen. Unglaublich, oder?
Ein Blick in die Vergangenheit
Der Sommer 2003 gilt als der Jahrhundertsommer, der uns nicht nur mit extremer Hitze, sondern auch mit schwerwiegenden Folgen für die Umwelt und die Landwirtschaft konfrontierte. Damals verendeten Dutzende Tonnen Fische, und viele Landwirte litten unter Ernteausfällen – die Dürre war gnadenlos. Auch der Sommer 2018 war alles andere als ein Zuckerschlecken: Während der Juni noch moderat war, brach im Juli und August die Hitze über uns herein. Das führte zu einem Fischsterben im Rhein und Wasserengpässen für alpine Betriebe. Man stelle sich vor, die Armee musste sogar Wasser mit Helikoptern transportieren! Die Unterstützung des Bundes in Form zinsloser Darlehen war da eine wichtige Maßnahme, um die Betriebe über Wasser zu halten.
Die aktuellen Entwicklungen sind Teil eines größeren Trends. Laut den Schweizer Klimaszenarien CH2018 und den neuen CH2025-Szenarien sehen wir, wie menschlich verursachte Klimaerwärmung extreme Wetterereignisse beeinflusst. Hitzewellen und extreme Hitzetage nehmen zu, und die Wahrscheinlichkeit für solche Ereignisse ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. So erwarten wir, dass gerade in städtischen Gebieten Hitzestress und warme Nächte zunimmt – ein Umstand, der definitiv nicht zu ignorieren ist.
Die Realität des Klimawandels
Ehrlich gesagt, es ist schon fast beängstigend, wie die globale Erwärmung unsere Wetterbedingungen verändert. Selbst wenn 2025 als ein kühleres Jahr prognostiziert wurde, bleiben die globalen Temperaturen aufgrund der Treibhausgasemissionen außergewöhnlich hoch. Der Klimawissenschaftler Theodore Keeping hat darauf hingewiesen, dass Hitzewellen mittlerweile zehnmal wahrscheinlicher geworden sind, als noch vor einigen Jahren. Das bedeutet, dass wir uns an diese Extreme gewöhnen müssen – das ist einfach die neue Realität.
Der Bericht der World Weather Attribution zeigt eindrücklich, dass Hitzewellen die tödlichsten Extremwetterereignisse sind. Im Jahr 2025 forderten sie in Europa insgesamt 24.400 Menschenleben. Man fragt sich, was das für die verletzlichsten Gesellschaften bedeutet – besonders für Frauen und Mädchen in ärmeren Ländern, die oft am stärksten betroffen sind.
Die Herausforderungen sind gewaltig. Starkniederschläge und Überschwemmungen nehmen ebenfalls zu, was die Situation nicht einfacher macht. Seit 1901 hat die Niederschlagsmenge von Starkniederschlägen in der Schweiz um 12 Prozent zugenommen. Das zeigt, dass wir uns nicht nur um die Hitze kümmern müssen, sondern auch um die Wasserverteilung und die Verfügbarkeit in der Zukunft.
Die Frage bleibt, wie wir uns anpassen können. Anpassungsmaßnahmen können das Risiko reduzieren, aber letztlich benötigen wir einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energien, um die Erderwärmung zu stoppen. Die Zeit drängt, und jeder von uns kann einen kleinen Beitrag leisten. Ob durch bewusstes Handeln im Alltag oder durch das Unterstützen von Initiativen – jede Maßnahme zählt.
Die Hitze wird uns noch eine Weile begleiten, und es bleibt abzuwarten, welche weiteren Auswirkungen dieser Sommer mit sich bringen wird. Eins ist jedoch sicher: Wir müssen wachsam sein und uns der Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, bewusst werden.
