Heute ist der 21. Mai 2026, und während in Genf das geschäftige Treiben weitergeht, stehen die Vorbereitungen für den G7-Gipfel in Évian-les-Bains, Frankreich, vor der Tür. Vom 15. bis 17. Juni versammeln sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder, darunter US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer. Das wird ein großes Event, keine Frage! Évian liegt nur einen Katzensprung von der Schweizer Grenze entfernt, was die Genfer Polizei in Alarmbereitschaft versetzt. Erinnerungen an die heftigen Ausschreitungen während des letzten G7-Gipfels in der Region sind noch frisch. Es wird also spannend – und herausfordernd.

Die Behörden in der Schweiz erwarten, dass es während des Gipfels zu zahlreichen Demonstrationen kommt, und das bringt einige Sicherheitsrisiken mit sich. Die Genfer Polizei wird im Dauereinsatz sein, und das wirft einige Fragen auf, insbesondere in Bezug auf die Dienstpläne der Polizisten. Gewerkschaften äußern ihre Bedenken über die Arbeitsbelastung, die bis zu zwölfstündige Einsätze über zehn Tage am Stück vorsieht. Roger Rudolph, ein Arbeitsrechtsexperte, spricht von einer „ausserordentlichen“ Belastung. Thomas Geiser, ein emeritierter Professor, bezeichnet die Pensen als „an der Grenze der Zumutbarkeit“.

Sicherheitsvorkehrungen auf Hochtouren

Die Genfer Staatsanwaltschaft plant während des Gipfels ein umfangreiches Sicherheitsdispositiv. Generalstaatsanwalt Olivier Jornot warnt vor einem „gefährlichsten Szenario“ und kündigt an, dass die personellen Ressourcen verdoppelt oder sogar verdreifacht werden sollen. Täglich werden bis zu sechs Staatsanwälte in Bereitschaft sein, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Die üblichen Anhörungen mit inhaftierten Personen werden während dieser Zeit drastisch reduziert – man kann sich vorstellen, dass die Behörden alles daran setzen, die Lage unter Kontrolle zu halten.

Besonders ernst nehmen die Sicherheitskräfte zwei identifizierte Risikobereiche: Der erste befasst sich mit Terrorismus und möglichen Angriffen auf Staatschefs, während der zweite auf Demonstrationen, Gewalttaten und Sachbeschädigungen abzielt. Grund genug, um die Grenzkontrollen in Genf zu verschärfen. Vom 12. bis 18. Juni bleiben nur sieben der insgesamt 35 Grenzübergänge geöffnet. Diese Entscheidung basiert auf den Erfahrungen des G8-Gipfels von 2003, bei dem es zu massiven Sachschäden kam. Ein echter Albtraum für die Sicherheitskräfte!

Ein Blick auf die Arbeitsbedingungen

Es ist nicht zu übersehen, dass die Schweizer Arbeitsgesetze im internationalen Vergleich eher arbeitgeberfreundlich sind. Kaum Mindestlöhne, und Kündigungen sind oft ohne triftigen Grund möglich. Das sorgt für ein gewisses Ungleichgewicht. Die Gewerkschaften fordern, dass die Bedürfnisse der Angestellten bei der Erstellung der Dienstpläne stärker berücksichtigt werden. Laut Schweizer Arbeitsrecht müssen Arbeitnehmer pro Woche mindestens einen freien Tag haben. In Notfällen kann man zwar Ausnahmen machen, aber zwei Wochen am Stück? Das ist einfach nicht machbar.

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Die Vorfreude auf den Gipfel ist groß, aber es bleibt abzuwarten, wie die Sicherheitslage tatsächlich aussehen wird. Der Druck auf die Polizisten und die Behörden ist enorm. Man fragt sich, wie sie all diese Herausforderungen meistern werden, ohne dass es zu größeren Vorfällen kommt. Und während die Zeit bis zum Gipfel verrinnt, bleibt nur eines gewiss: Die nächsten Wochen werden intensiv und alles andere als langweilig.