Am 27. Mai 2026 war es endlich so weit: Der Peacewalk erreichte die Schweiz! Ein Ereignis, das nicht nur die Wandernden, sondern auch die Zuschauer in seinen Bann zog. Die Ankunft fand vor dem ikonischen „Broken Chair“ am Palais des Nations in Genf statt, einem Ort, der wie kein anderer für internationale Diplomatie steht. Hier begann die Schweizer Etappe dieses Friedensmarsches, der in der ganzen Welt für ein friedliches Miteinander kämpft.
Genf wurde gewählt, weil diese Stadt ein Symbol für den Dialog zwischen Nationen und Kulturen ist. Der Empfang der Wandernden war ein bewegender Moment, der den menschlichen und symbolischen Wert der Friedensroute unterstrich. Es war, als würde die Stadt selbst die Botschaft der Einheit und des Friedens verkörpern. Am 1. Juni treffen dann in Lausanne Teilnehmer zweier Routen zusammen, die in Frankreich gestartet sind: eine aus Paris und die andere aus Südfrankreich. Es geht also schnurstracks weiter durch die Schweiz, von West nach Ost.
Ein Weg des Friedens
Die Schweiz hat eine zentrale Lage in Europa, was sie zu einem idealen Ort für diesen Marsch macht. Mit ihren vier Landessprachen und einer langen Tradition der Neutralität hat sie sich als Brückenbauer zwischen den Kulturen etabliert. Lausanne, der Sitz des Internationalen Olympischen Komitees und eng verbunden mit Henry Dunant, dem Gründer des Roten Kreuzes, wird am Abend des 1. Juni zur Bühne für eine öffentliche Feier im thailändischen Pavillon im Parc Denantou. Diese Feier wird von Flame of Hope und Peacewalk Switzerland organisiert und verspricht, ein Fest der Begegnungen und des Austauschs zu werden.
Die Route des Peacewalk führt über die Wochen durch einige der schönsten Ecken der Schweiz: Freiburg, Bern, Schwarzenburg, Flüeli-Ranft, Luzern, Beckenried, Einsiedeln, Rapperswil, Appenzell und schließlich Oberriet. Am 25. Juni wird der Staffelstab am Rheinufer an die österreichischen Teilnehmer übergeben, ein symbolischer Akt, der die Verbindung zwischen den Nationen und Kulturen weiter festigt. Bei dieser Zeremonie wird auch Johannes Aschauer, Gründer des Jerusalem Way, anwesend sein, um das vierzehnte Jubiläum dieses Projekts zu feiern.
Ein historischer Kontext
Ein Blick auf die Geschichte der Schweizer Diplomatie zeigt, wie tief verwurzelt der Gedanke des Friedens und der Neutralität im Land ist. Seit 2019 erscheint monatlich eine Artikelreihe von Andrea Tognina, die historische Themen der Schweizer Außenpolitik beleuchtet. Die Schweiz hat in der Vergangenheit oft als Vermittler fungiert, sei es bei der Erneuerung der Genfer Konventionen im Jahr 1949 oder bei der aktiven Teilnahme an der internationalen Weltraumforschung. Immer wieder hat das Land bewiesen, dass es trotz seiner Neutralität eine bedeutende Rolle auf der weltpolitischen Bühne spielt.
Gerade der Fall der Mauer in Berlin 1989 hat auch die Schweiz überrascht und die Notwendigkeit einer modernen Außenpolitik deutlich gemacht. Während des Kalten Krieges fanden Schweizer Unternehmen, dass sie ihre Niederlassungen ins Ausland verlagern mussten, um sich vor potenziellen Bedrohungen zu schützen. Diese Entscheidungen spiegeln die Herausforderungen wider, mit denen die Schweiz in Zeiten globaler Unsicherheiten konfrontiert war.
Der Peacewalk, der durch die Schweiz zieht, ist mehr als nur ein Marsch – er ist eine Hommage an die Prinzipien, die das Land über die Jahre hinweg verteidigt hat. Die Route führt nicht nur durch malerische Landschaften, sondern auch durch die Geschichte eines Landes, das beständig für Frieden und Verständnis eintritt. Und so wird der Weg bis nach Al-Quds/Jerusalem fortgesetzt, wo Menschen, Kulturen und Religionen zusammenkommen, um ein Zeichen für ein friedliches Miteinander zu setzen.