Die digitale Symphonie der Schweizer Bahnen: Wie GTFS den öffentlichen Verkehr neu belebt
Es war einmal ein Montag im Frühjahr 2026, als der öffentliche Verkehr in der Schweiz zu neuem Leben erwachte. Mit einer beeindruckenden Visualisierung, die auf dem offiziellen GTFS-Fahrplandatensatz der SBB basierte, wurden rund 215.000 Fahrten und über 1,7 Millionen Streckenabschnitte lebendig. Man konnte fast das Rattern der Züge und das Murmeln der wartenden Passagiere hören, während die Fahrzeuge sich entlang der tatsächlichen Liniengeometrie bewegten — kein Zickzack, sondern auf den exakt festgelegten Routen. Die SBB hatte die „Shapes“ veröffentlicht, die exakte GPS-Koordinaten für jede Linie enthielten. Ein wahres Meisterwerk der Datenverarbeitung!
Natürlich war nicht alles ganz einfach. Für etwa 4.500 Fahrten, denen die Geometrie fehlte, musste eine direkte Verbindungslinie zwischen den Haltestellen gezeichnet werden. Ein bisschen improvisieren, könnte man sagen. Aber keine Sorge, der Datensatz war so gut durchdacht, dass auch grenzüberschreitende Verbindungen wie Basel–Freiburg und Genf–Lyon berücksichtigt wurden. Man konnte fast die Pünktlichkeit der Züge spüren — auch wenn die tatsächlichen Verspätungen oder Echtzeitsituationen nicht eingerechnet waren. Es war die ideale Darstellung des planmäßigen Betriebs eines Werktags.
Die Technik dahinter
Hinter dieser beeindruckenden Visualisierung steckt die General Transit Feed Specification, kurz GTFS. Ursprünglich von Google initiiert, hat sich dieses digitale Austauschformat zu einem unverzichtbaren Werkzeug für den öffentlichen Personenverkehr in der Schweiz entwickelt. MobilityData, die Organisation hinter der Weiterentwicklung von GTFS, sorgt dafür, dass die Daten aktuell und zuverlässig bleiben. Dabei gibt es verschiedene Varianten: GTFS Static für statische Daten und GTFS Realtime, das Echtzeitdaten umfasst — allerdings nicht Teil der statischen Daten ist.
Um die komplexen Informationen zu strukturieren, sind die Daten in verschiedene Text-Dateien unterteilt. Da gibt es die stops.txt mit den Haltestellen, routes.txt für die Linien und trips.txt für die einzelnen Fahrten. Das sieht auf den ersten Blick vielleicht nach einem Durcheinander aus, aber die Struktur ist genial durchdacht. Jede Datei hat ihre eigene Rolle, und zusammen ergeben sie das gesamte Bild des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz für ein ganzes Fahrplanjahr. Das alles wird sogar zweimal wöchentlich aktualisiert — Dienstags und Freitags — damit die Nutzer stets die neuesten Informationen zur Verfügung haben.
Grenzenlose Möglichkeiten
Die GTFS-Daten sind nicht nur für die SBB von Bedeutung, sondern auch für eine Vielzahl von Anwendungen. Dank Plattformen wie opentransportdata.swiss können Entwickler auf die Informationen zugreifen, um eigene Anwendungen zu erstellen. Und das ist tatsächlich eine spannende Sache! Man kann sich vorstellen, wie viele kreative Köpfe da draußen an neuen Ideen tüfteln. Und ja, auch die Geops-Plattform zur Bereitstellung von GTFS-Feeds spielt eine große Rolle, indem sie täglich aktualisierte Daten bereitstellt — es ist fast wie ein großes Orchester, das harmonisch zusammenarbeitet. Die Kommunikation mit der SBB sichert die Qualität der Daten, und das ist für die Nutzer Gold wert.
Obwohl einige Informationen im Feed fehlen oder nicht alle Details des Originaldatensatzes enthalten sind, bleiben die notwendigen Angaben für gültige Verbindungen zwischen zwei Zielen zu einem bestimmten Datum und Uhrzeit erhalten. Das ist wie ein gut gehütetes Geheimnis, das es den Nutzern ermöglicht, sicher und zuverlässig von A nach B zu kommen.
Am Ende des Tages ist es faszinierend zu sehen, wie Technologie und Daten zusammenkommen, um den Alltag der Menschen zu erleichtern. In der Schweiz, wo die Pünktlichkeit im öffentlichen Verkehr fast schon als nationaler Sport gilt, ist das eine große Sache. Und wenn man dann in einem Zug sitzt, der sanft durch die Landschaft gleitet — na ja, da kann man schon mal ins Träumen geraten.
