Am 14. Juni 2026 wird es spannend in Bern – die Stimmbevölkerung entscheidet über das Sanierungs- und Neubauprojekt «Eiger» für das Kunstmuseum Bern. Ein Vorhaben, das in der Stadt und darüber hinaus für Gesprächsstoff sorgt. Die Pläne sind nicht nur ehrgeizig, sie sind auch dringend nötig. Der historische Stettler-Bau, der immerhin schon 1879 errichtet wurde, braucht eine Auffrischung, und das energetisch veraltete Atelier 5 soll durch einen modernen Kubus ersetzt werden. Die Vision? Mehr Raum für zeitgemäße Kunstvermittlung und die Positionierung Berns als kulturelles Schwergewicht, sowohl national als auch international.

Die Plattform J hat eine Umfrage durchgeführt, die zeigt, dass die Besucher des Kunstmuseums dem Projekt überwiegend positiv gegenüberstehen. Das Museum hat eine beeindruckende Sammlung aufgebaut, die auf Werke von Künstlern wie Albert Anker zurückgeht. Anker, ein leidenschaftlicher Befürworter der Kunst, setzte sich vehement für den Bau des Museums ein. Es ist also nicht nur ein Ort für Ausstellungen, sondern ein Teil der Berner Identität.

Eine kulturelle Institution im Wandel

Jährlich strömen rund 100.000 Besucher in die Hallen des Kunstmuseums, darunter auch viele Schulklassen, die hier kulturelle Bildung hautnah erleben. Das aktuelle Ausstellungsprogramm mit Werken von Duccio bis Liotard und der Schau «Panorama Schweiz» zieht nicht nur Einheimische an, sondern auch internationale Touristen – besonders jene, die sich für das berühmte Gurlitt-Erbe interessieren. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv; Besucher berichten von tiefen Eindrücken und der kulturellen Bedeutung des Museums für die Stadt.

Das Kunstmuseum Bern spielt eine zentrale Rolle in der kulturellen Bildung und der Provenienzforschung, wie Regierungsrätin Christine Häsler betont. Doch die bauliche Substanz lässt zu wünschen übrig. Besonders der Erweiterungsbau, der erst 1983 errichtet wurde, ist in einem kritischen Zustand und könnte ab 2031 geschlossen werden – ein Schreckensszenario für alle Kunstliebhaber. Die Mängel sind vielfältig: von der Erdbebensicherheit über Fluchtwege bis hin zur Barrierefreiheit. Es ist höchste Zeit, dass hier etwas passiert!

Ein Projekt mit vielen Facetten

Die Stiftung Kunstmuseum Bern hat einen internationalen Architekturwettbewerb zum Projekt «Eiger» durchgeführt. Die Pläne sehen nicht nur die Sanierung des Stettler-Baus vor, sondern auch den Bau eines freistehenden Neubaus aus Sandstein, der die Sammlung barrierefrei zugänglich machen soll. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 147 Millionen Franken. Die Finanzierung sieht eine Mischung aus privaten Mitteln und einem kantonalen Beitrag vor. Dabei soll der Kanton maximal 81,057 Millionen Franken beisteuern, während die private Seite über 66 Millionen Franken aufbringen wird. Ein mutiger Schritt, wenn man bedenkt, dass Kritiker das Projekt für überdimensioniert halten.

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Es gibt auch ein Komitee mit dem Namen «Ja zum Kunstmuseum Bern», das aus über 100 Mitgliedern aus verschiedenen Bereichen besteht. Diese Gruppe setzt sich für das Projekt ein und sieht es als notwendigen Schritt zur Erhaltung des kulturellen Erbes. Die Umfrage zeigt zudem, dass die Berner Bevölkerung mehr Raum für Kunst braucht und Kunst im Original erleben möchte. Eine klare Botschaft an die Entscheidungsträger!

Die Eröffnung des erneuerten Kunstmuseums ist für Ende 2035 geplant. Bis dahin wird die Diskussion über die Notwendigkeit und die Finanzierung des Projekts weitergehen. Eines ist sicher: Die Zukunft des Kunstmuseums liegt in den Händen der Berner Stimmbevölkerung. Die Entscheidung, die am 14. Juni 2026 gefällt wird, könnte weitreichende Folgen für die kulturelle Landschaft Berns haben.