In der heutigen Zeit, wo wir Hektik und Lärm oft nicht entkommen können, ist es eine wahre Wohltat, wenn jemand den Mut hat, etwas daran zu ändern. Andreas Künzler, ein versierter Tiefbauspezialist aus Walkringen, hat genau das vor zehn Jahren getan. Gemeinsam mit seinem Chef entwickelte er einen weltweit einzigartigen Schallschutz im Spezialtiefbau. Lärm bei Bauarbeiten – ein leidiges Thema, das oft zu Ärgernissen führt. Mit seiner Erfindung, die beim Europäischen Patentamt in München eingetragen wurde, hat Künzler einen echten Fortschritt erzielt.

Stellt euch vor, eine massive Konstruktion, die 25 Meter hoch ist, einen Durchmesser von 4 Metern hat und dabei satte 5 Tonnen wiegt, kann den Lärm um bis zu 25 Dezibel reduzieren! Das ist mehr als nur ein bisschen weniger Krach. Und das alles ausgelegt für Rammgeräte, die fast 30 Meter hoch und 112 Tonnen schwer sind. Wahnsinn, oder? Um die Metallteile für diesen Schallschutz zu produzieren, wandte sich Künzler an Claudio Assandri, einen Metallbauer aus Schönbühl. Diese Zusammenarbeit, die als harmonisch und konstruktiv beschrieben wird, zeigt, wie wichtig lokale Netzwerke sind. Assandri bringt sein umfangreiches Wissen im Metallbau mit ein – eine perfekte Ergänzung.

Technik und Leidenschaft im Einklang

Die Entwicklung des Schallschutzes war kein Kinderspiel. Künzler und Assandri mussten sich mit einer Vielzahl an Fachgebieten auseinandersetzen: Mechanik, Materialkunde, Statik, Hydraulik, Elektrik, Elektronik und sogar Akustik. Hier zeigt sich, wie viel Know-how in solchen Projekten steckt, und wie wichtig es ist, dass Experten aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Es ist die Leidenschaft und Flexibilität, die diese Männer verbindet und das Ergebnis erst möglich macht.

Aber nicht nur der Schallschutz allein ist bemerkenswert. Gemeinsam entwickelten sie auch eine Draisine für Bauarbeiter im Weissensteintunnel, um den Transport zu erleichtern. Ein weiterer Beweis dafür, dass Innovation oft aus der praktischen Notwendigkeit heraus entsteht. Und das Beste daran? Der neue Schallschutz ist komplett anders aufgebaut als der Prototyp. Mit anderen Materialien und einer neuen Denkweise haben sie einen echten Fortschritt erzielt.

Bauakustik – mehr als nur Schallschutz

Die Bauakustik selbst ist ein spannendes Feld, das über die Grenzen von Künzlers und Assandris Arbeit hinausgeht. Ein angenehmes Wohn- und Arbeitsumfeld erfordert schließlich ausreichend baulichen Schallschutz. Ziel der Bauakustik ist es, die Übertragung von Luft- und Trittschall in Gebäuden zu minimieren. Denn wer möchte schon von den Störgeräuschen aus der Nachbarschaft oder von der Baustelle nebenan gestört werden? Das Fraunhofer Institut für Bauakustik hat sich diesem Thema angenommen und forscht intensiv, um innovative Lösungen zu entwickeln.

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Die Vielzahl an Lärmquellen und Übertragungswegen in unseren Gebäuden ist enorm. Experten messen die Schalldämmung von Bauteilen, Geräusche von haustechnischen Anlagen und arbeiten eng mit Herstellern und der Bauindustrie zusammen. Mit mehr als zwanzig bauakustischen Prüfständen und verschiedenen Messgeräten sind sie bestens ausgestattet, um fundierte Ergebnisse zu liefern.

So sind es Menschen wie Andreas Künzler und Claudio Assandri, die durch ihre Kreativität und ihren unermüdlichen Einsatz einen echten Unterschied machen. In einer Welt, die oft von Lärm und Hektik geprägt ist, tragen sie dazu bei, dass wir ein Stück mehr Ruhe finden können. Und das ist doch irgendwie das, was wir alle brauchen, oder?