Am 14. Juni 2026 wird im Rückkehrzentrum Enggistein in Worb ein neuer Spielplatz feierlich eröffnet. Für die Familien, die hier leben, ist dies ein kleiner Lichtblick in einem Alltag, der oft von Unsicherheit und Eintönigkeit geprägt ist. Es ist ein Ort, an dem Kinder einfach Kinder sein können – spielen, lachen und sich austoben. Der Spielplatz wurde ins Leben gerufen, um das Grundbedürfnis der Kinder nach gemeinsamem Spiel und Spaß zu erfüllen. Ein wirklich wichtiges Projekt, das die Lebensqualität der Bewohner merklich steigern kann.

Das Rückkehrzentrum Enggistein ist Teil der kantonalen Infrastruktur für Asyl- und Rückkehrprozesse im Kanton Bern. Hier finden Familien Unterkunft, jedoch oft ohne Gewissheit über die Aufenthaltsdauer. Eine Herausforderung, die die Kinder und ihre Eltern tagtäglich begleitet. Umso wichtiger ist es, dass sie einen Raum haben, in dem sie sich wohlfühlen können. Die Fläche für den neuen Spielplatz wurde von Jürg Reusser, dem Eigentümer des Gutshofes, zur Verfügung gestellt, und Anita Vogt übernahm die Projektleitung. Initiatoren dieses schönen Vorhabens sind Daniel Marti und Lisa Gerber von der Reformierten Kirchgemeinde Worb sowie Peter Sladkovic von der katholischen Kirche, die sich auch finanziell an der Umsetzung beteiligte.

Ein Ort der Begegnung

Bereits seit dem Winter 2025 steht der Spielplatz und erfreut sich großer Beliebtheit. Rund 35 Kinder nutzen ihn regelmäßig. Die Hauptattraktion ist das Seilspielgerät Play Dome 4 von GSWeb, ein Kletternetzsystem, das sich als langfristig bewährte Lösung im öffentlichen Raum etabliert hat. Man kann sich vorstellen, wie die Kinder hier miteinander spielen und sich in einem sicheren Umfeld bewegen. Die Eltern haben dabei die Möglichkeit, etwas abzuschalten und die fröhlichen Gesichter ihrer Sprösslinge zu beobachten. Ein Ort der Begegnung, des Lachens und der Gemeinschaft – genau das, was viele dieser Familien so dringend brauchen.

Doch nicht alles ist rosig. Ein Bericht des Nationalen Komitees für Flüchtlingshilfe (NKVF) zeigt, dass die Lebensumstände in Rückkehrzentren besorgniserregend sind. Kinder leben oft jahrelang auf engem Raum, müssen sich ein Zimmer mit ihren Eltern und Geschwistern teilen, und die Infrastruktur ist nicht immer kindgerecht. Die kritischen Stimmen der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) betonen, dass diese Lebensbedingungen gegen die UN-Kinderrechtskonvention verstoßen, die das Kindeswohl ins Zentrum rückt. Die SFH fordert daher, dass Kinder und deren Familien in Wohnungen untergebracht werden sollten, um ihrer Sicherheit und ihrem Wohl gerecht zu werden.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die offizielle Eröffnung des Spielplatzes ist mehr als nur ein Festakt; es ist ein Zeichen der Hoffnung und ein Schritt in die richtige Richtung. Am 14. Juni, um 11:00 Uhr, wird es eine interreligiöse Feier geben, die alle Bewohner und Unterstützer zusammenbringen soll. Videos des Spielareals nach der Installation der Spielanlage sind bereits verfügbar und zeigen die Begeisterung der Kinder. Wenn wir an die Zukunft denken, ist es wichtig, dass wir nicht nur auf die Herausforderungen blicken, sondern auch auf die Fortschritte, die gemacht werden.

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In einer Zeit, in der viele Familien in Rückkehrzentren leben, ist es entscheidend, dass solche Initiativen fortgesetzt werden. Die Menschen hinter dem Projekt haben es verstanden, die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien in den Fokus zu rücken. So entsteht ein Raum, in dem das Lachen der Kinder die Wände des Rückkehrzentrums durchdringt und ein kleines Stück Normalität zurückbringt.