Die Badi Marzili in Bern hat nach einem umfangreichen Umbau von rund 14 Millionen Franken einen neuen Look erhalten. Aber die Freude über die frischen Änderungen wird derzeit von einer drängenden Kritik überschattet. Eltern bemängeln den Mangel an Schattenplätzen im Kinderbereich, wo der Sand und die Kieselsteine sich unter der Sonne wie heiße Öfen anfühlen. Philippe, 37, bringt es auf den Punkt: „Die Sonnensegel sehen aus wie Design-Elemente, aber der Schutz ist eher mau.“ Komischerweise wirkt der Sandkasten, der nicht vollständig überdeckt ist, mehr wie ein Backofen als ein Spielplatz. Und Leonie, 32, passt die Spielzeiten ihres kleinen Sohnes Maurice (1) so an, dass sie die Mittagshitze meidet. Geniale Idee, oder?

Da fragt man sich doch: Wurde bei all dem Geld nicht auch an die Schattenplätze gedacht? Väter wie Mario (36) und Marco (34) betonen unisono, dass man ohne Sonnencreme, Hüte und Schuhe im Sandkasten besser nicht unterwegs sein sollte. Und Fabienne, 42, überlegt schon, ein UV-Shirt für ihre Tochter zu kaufen, damit sie nicht wie ein Keks in der Sonne ausbleicht. Die Stadt Bern hat die Kritik durchaus auf dem Schirm und prüft, wie die Beschattung verbessert werden kann. Ein kleiner Lichtblick in der Hitze der Diskussion!

Umbau in Etappen

Die Sanierung des Freibads wird in vier Bauetappen durchgeführt, angefangen im September 2025. In der ersten Etappe, die bis zum 22. Mai 2026 dauert, stehen die Wasserbecken auf dem Programm – diese werden mit Edelstahl ausgekleidet, und auch die Startblöcke sowie der Sprungturm werden erneuert. Zudem wird die Badewassertechnik auf den neuesten Stand gebracht mit einem modernen Wasseraufbereitungsverfahren. Das klingt ja schon mal nach einem echten Upgrade!

In der zweiten Etappe, die von 2026 bis 2027 läuft, ist der Neubau eines zweiteiligen Betriebsgebäudes aus Holz an der Marzilistrasse 39 geplant. Das wird nicht nur schick, sondern auch umweltfreundlich: Eine Photovoltaikanlage und eine Solarthermieanlage sollen auf den Dächern installiert werden. Und auch die Umkleidekabinen werden nicht verschont, die im nördlichen Teil des Areals saniert werden. Wenn das so weitergeht, wird die Badi nicht nur schicker, sondern auch nachhaltiger!

Kinderfreundliche Stadtentwicklung

Doch der Umbau der Marzili ist mehr als nur ein paar neue Rutschen und schicke Gebäude. Es ist ein Teil eines größeren Ganzen – der kinderfreundlichen Stadtentwicklung. Städte sollten nicht nur Spielplätze bieten, sondern auch das Leben für alle Generationen angenehm gestalten. Historisch gesehen wurden Kinder oft in der Stadtplanung vernachlässigt, aber jetzt wird es Zeit, die Bedürfnisse der Kleinen ernst zu nehmen. Die UN-Kinderrechtskonvention fordert sogar, dass die Stimmen der Kinder in Planungsprozesse integriert werden. Das ist nicht nur ein schöner Gedanke, sondern ein notwendiger Schritt für eine zukunftsfähige Stadt!

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Die Herausforderungen sind groß. Oft wird das Wohl von Investoren höher gewichtet als die Bedürfnisse von Familien. Doch Städte, die kinderfreundliche Strukturen schaffen, profitieren davon – sie werden zu einem begehrten Wohnort für junge Familien und Fachkräfte. Die Stadt Bern hat hier einen Weg eingeschlagen, der hoffentlich auch andere Städte inspiriert. In einer Welt, die sich ständig verändert, ist es wichtig, dass wir auch unsere kleinsten Bürger ernst nehmen und ihnen einen Platz bieten, an dem sie sich entfalten können.