In Bern gibt es derzeit ein großes Aufatmen. Die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft haben endlich eine Einigung mit den Lieferantinnen der Software Nevo/Rialto erzielt. Knapp zehn Millionen Franken fließen zurück in die Kassen des Kantons, und das klingt doch nach einem soliden Deal! Diese Einigung wurde als einvernehmlich und wirtschaftlich verantwortungsvoll beschrieben. Das ist doch mal eine positive Nachricht!
Doch was steckt genau hinter dieser Einigung? Der Kanton Bern hatte insgesamt rund 23 Millionen Franken für die Software auf den Tisch gelegt. Nach etlichen Diskussionen, die Nevo/Rialto seit seiner Einführung vor vier Jahren ausgelöst hat – insbesondere wegen unzufriedener Nutzerinnen und Nutzer, Verzögerungen sowie unerwarteten Mehrkosten – wird nun ein Teil der Verträge über die Weiterentwicklung der Software rückabgewickelt und beendet. Das ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung, wenn man bedenkt, dass rund drei Millionen Franken, die die Polizei bereits bezahlt hat, zurückerstattet werden. Zusätzlich gibt es noch knapp sieben Millionen Rückzahlungen von Swisscom an die Staatsanwaltschaft.
Ein Blick in die Zukunft
Der Kanton rechnet mit einer Rückerstattung im „hohen einstelligen Millionenbetrag“. Noch bleibt unklar, ob diese Kompensation in Form von Rückzahlungen oder Leistungen erfolgen wird. Die vertraglichen Verhandlungen mit den IT-Partnern Swisscom und Deloitte sind bereits weit fortgeschritten. Ein Lichtblick für die Kantonspolizei: Sie könnte bis Ende 2030 extended Support von SAP für das Rialto-System beziehen. Das könnte bedeuten, dass Nevo/Rialto bis 2031 seinen Betrieb weiterführen kann – und möglicherweise noch darüber hinaus, wenn eine technische Migration erfolgreich umgesetzt werden kann.
Ein Thema, das immer wieder aufkommt, sind die Herausforderungen, die mit der Software einhergingen. Die ursprünglich geplante Datenbrücke zwischen Polizei und Justiz wurde nie erfolgreich implementiert, was bei vielen Beteiligten für Frust sorgte. Die digitale Anbindung an die Systeme der Staatsanwaltschaft war von großer Bedeutung, doch die geplante S/4Hana-Migration wurde vorerst auf Eis gelegt. Das lässt Raum für Spekulationen über die langfristige Strategie des Kantons – wie wird es mit Nevo/Rialto weitergehen?
Die Rolle von ibau im IT-Bereich
In der Zwischenzeit, während sich die Situation um Nevo/Rialto klärt, gibt es interessante Entwicklungen im Bereich IT-Ausschreibungen. Die Plattform ibau bietet Unterstützung bei der Suche nach Ausschreibungen für IT-Projekte, insbesondere im Bereich SAP-Lösungen. Mit einem breiten Spektrum an Ausschreibungen und einem umfassenden Schulungsangebot könnte ibau eine wertvolle Ressource für all diejenigen sein, die in diesem Bereich tätig sind. Die Erfahrung von ibau, die bis ins Jahr 1957 zurückreicht, bringt eine Menge Know-how in die Auftragsakquise für SAP- und IT-Ausschreibungen ein.
Für die Kantonspolizei und andere öffentliche Stellen könnte dies eine gute Gelegenheit sein, neue Entwicklungen voranzutreiben und die Zusammenarbeit mit IT-Dienstleistern zu optimieren. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation um Nevo/Rialto und die damit verbundenen IT-Projekte weiterentwickelt. Die kommenden Monate könnten wegweisend sein für die digitale Zukunft der Berner Behörden.