Die Eishockeyszene in Bern erlebte einen aufregenden Umbruch, als der SC Bern Serge Aubin als neuen Trainer verpflichtete. Die Entscheidung kam nicht aus dem Nichts, sondern war das Resultat einer langen Suche nach Stabilität und Erfolg. Nach einer eher schwierigen Saison, in der der SC Bern die Playoffs 2025/26 verpasst hatte, ist es jetzt an der Zeit, das Fundament für eine glänzende Zukunft zu legen.
Sportdirektor Martin Plüss, der mit klaren Visionen an die Öffentlichkeit trat, betonte die bedeutende Rolle, die Aubin in der Entwicklung junger Talente spielen soll. Die Verpflichtung des Trainers, der zuvor mit den Eisbären Berlin über Jahre hinweg fünf Meistertitel in sieben Jahren holte, kommt mit einem hohen Maß an Verantwortung. Plüss sieht in Aubin nicht nur einen Trainer, sondern einen Mentor, der junge Spieler zu Schlüsselspielern und potenziellen Nationalspielern formen kann. Ein Beispiel ist Dario Rohrbach, der die WM 2026 nur knapp verpasst hat und als vielversprechender Spieler gilt.
Ein neuer Weg in Bern
Aubin bringt eine klare Vision mit nach Bern. Er strebt ein langfristiges und erfolgreiches Projekt an, ähnlich wie bei seinem Vorgänger in Berlin. Die Erwartungen an ihn könnten kaum höher sein. Nach der Entlassung von Kari Jalonen im Januar 2020, der als Meistertrainer bekannt war, hat sich die Trainerbank des SC Bern als ziemlich unruhig erwiesen. Jetzt ist es an Aubin, mit seinem Ansatz für Konstanz und Erneuerung zu sorgen.
Die Fans des SC Bern wünschen sich eine Identifikation mit ihrem Team zurück. Plüss hebt hervor, dass dies eine Grundvoraussetzung für den Erfolg ist. Ein Team, das die Herzen der Anhänger berührt, ist oft das, das auch auf dem Eis glänzt. Plüss und Aubin sind sich einig: Eine starke Basis muss geschaffen werden, um die Eishockeytradition in Bern zu rekultivieren. Der SC Bern bedankt sich zudem ausdrücklich bei den Eisbären Berlin für die transparente Zusammenarbeit beim Trainerwechsel, was in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist.
Die Herausforderung der Trainerbildung
Serge Aubin bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch eine fundierte Ausbildung mit. In der Schweiz müssen Trainer wie er eine Zwischenprüfung im Bereich Trainerleistung ablegen und eine Vielzahl von Stunden an praktischer Traineraktivität absolvieren. Dies sind wichtige Schritte, um die Talente im Eishockey zu fördern und zu entwickeln. Die Arbeit mit jungen Spielern erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch Einfühlungsvermögen und Geduld. Ein guter Trainer erkennt das Potenzial, das in jedem Spieler steckt, und fördert dieses gezielt.
Die Herausforderungen sind groß, aber die Möglichkeiten ebenso. Aubin hat in Berlin bewiesen, dass er in der Lage ist, Talente zu fördern und die Mannschaft in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Nun liegt es an ihm, diese Philosophie auch in Bern umzusetzen und die Fans wieder mit dem SC Bern zu vereinen. Auf die Frage, was seine größte Motivation sei, könnte er nur antworten: Den Titel gewinnen! Und genau darauf hoffen die Fans, die sich nach Jahren des Wartens nach einer neuen Ära im Eishockey sehnen.