Es war einmal im schönen Bern, genauer gesagt im Marzilibad, wo die sanften Wellen des Wassers und der Duft von frischem Gras die Luft erfüllten. Seit Mitte Juni sind die sanierten Becken wieder geöffnet und die ersten Rückmeldungen sind durchweg erfreulich. Sportamtsleiter Christian Bigler ist sichtlich zufrieden mit dem Saisonstart, auch wenn die Sonne nicht immer auf der Seite der Kinder spielte. Die neue Wasseraufbereitungsanlage läuft wie ein Uhrwerk, während die Gäste in den frisch renovierten Becken ihre Bahnen ziehen.

Die Bauarbeiten, die pünktlich zum Ende des Schwimm- und Bootverbots auf der Aare abgeschlossen wurden, haben das Marzilibad in ein wahres Kleinod verwandelt. Die umfassende Sanierung umfasst nicht nur die Becken, sondern auch moderne Badewassertechnik, neue Startblöcke und Sprungtürme. Zusätzlich gibt es jetzt mehr Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen, und sogar ein neu gestalteter Kinderplanschbereich. Die kleinen Wasserratten werden sich freuen – naja, wenn da nur nicht die Kritik am Sonnenschutz wäre. Ein wenig Schatten im Kinderbereich wäre nicht schlecht, finden zumindest einige Besucher. Die Stadt Bern hat dieses Thema bereits auf dem Schirm und prüft mögliche Verbesserungen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Sanierung erfolgt in vier Etappen und wird bis zur Badesaison 2029 abgeschlossen sein. Im Herbst 2025 geht es weiter mit dem Bau eines neuen Betriebsgebäudes aus Holz. Das klingt nicht nur nachhaltig, sondern sieht auch noch gut aus! Das Gebäude wird mit einer Solarthermieanlage ausgestattet, die dafür sorgt, dass die Sonne auch in die Energieversorgung des Freibades einfließt. Auch die historischen Badewärterhäuser an der Marzilistrasse werden saniert und mit Kiosken ausgestattet – ein kleiner Schmaus für alle, die nach dem Schwimmen Hunger haben.

Die dritte Etappe bringt weitere Erneuerungen mit sich. Hier wird das Hauptgebäude ebenfalls aus Holz errichtet und wird hindernisfrei sein, was besonders für Familien und ältere Menschen eine große Erleichterung darstellt. Ein paar Schritte weiter wird der „Spitz“ umgestaltet, der künftig rund um die Uhr öffentlich zugänglich sein wird. Wer also nach einem langen Tag im Wasser noch ein wenig die Abendsonne genießen möchte, findet hier einen neuen Platz.

Veränderungen im Parkraum

Ein kleines (oder großes) Thema sind die geplanten Veränderungen bei den Parkplätzen. 87 gebührenpflichtige Parkplätze beim „Spitz“ und 45 an der Aarstrasse werden wegfallen. Aber keine Sorge, dafür wird es bald rund 1.150 Veloabstellplätze geben! Die Stadt möchte den Parkplatzsuchverkehr während der Badesaison verringern und setzt auf eine bessere Erschließung des Marzili-Quartiers durch den öffentlichen Verkehr. Schließlich möchte man ja, dass die Besucher nicht nur mit dem Auto, sondern auch mit dem Fahrrad ins Freibad gelangen.

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Und während wir schon beim Thema Freibäder sind: Das Lorraine-Flussbad steht ebenfalls auf der Liste für eine umfassende Sanierung. 83 Prozent der Berner Stimmberechtigten haben für den Kredit von 22,3 Millionen Franken gestimmt. Eine Verbindung des Schwimmbeckens mit der Aare sowie ein separater Kinderbereich sind geplant. Die Bauarbeiten beginnen nach der Badesaison 2027, und wir können uns auf ein weiteres Schmuckstück in Bern freuen! Aber bis dahin – ab ins Marzilibad und die neuen Becken genießen!