In Basel gibt es Neuigkeiten, die einige überraschen könnten, andere wiederum nicht. Der Gemeinderat hat die Planungsvorlage für das Projekt «Egelmösli Wyssloch» aus der Beratung zurückgezogen. Das Vorhaben, das den Neubau eines Schulhauses und die Schaffung eines naturnahen Stadtteilparks umfasste, wird aufgrund knapper finanzieller Mittel und Personalmangel nicht weiter verfolgt. Diese Entscheidung folgt auf die Ankündigung im Oktober 2025, die Planung aufgrund veränderter Rahmenbedingungen abzubrechen. Man könnte sagen, dass sich die Hoffnungen auf ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung jetzt erst einmal in Luft aufgelöst haben.

Seit Juni 2021 war die Behandlung der Planungsvorlage bereits ausgesetzt, was nicht zuletzt an rechtlichen und politischen Kontroversen lag. Zudem gab es dringenden Bedarf an neuem Schulraum an der Nussbaumstrasse, der mit der Eröffnung der neuen Volksschule Baumgarten im Jahr 2023 gedeckt wurde. Aber diese Entwicklungen werfen Fragen auf. Wird das Wyssloch nun auf lange Sicht nicht mehr als Schulstandort benötigt? Immerhin bleibt der Betrieb des Schulprovisoriums im Wyssloch gesichert, solange die Tagesbetreuung im ehemaligen Wysslochgut realisiert werden kann.

Die Zukunft des Stadtteils

Der Gemeinderat hat zwar die Idee eines Stadtteilparks nicht ganz beerdigt, doch die Umsetzung wird vorerst auf Eis gelegt. Das bedeutet, dass die Ambitionen, den Grünraum Egelsee-Wyssloch zu einem einladenden Park zu entwickeln, für die nächsten Jahre wohl in der Schublade bleiben müssen. Diese Entscheidung kam nicht von ungefähr; gegen die Planvorlage gab es immerhin 44 Einsprachen, viele davon richteten sich gegen den Schulhausbau. Man fragt sich, wie viel Energie und Kreativität in die zukünftigen städtebaulichen Projekte gesteckt werden kann, wenn der Zuspruch der Bevölkerung so gemischt ist.

Die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern hatte den Umbau des denkmalgeschützten Wysslochguts zur Tagesschule genehmigt, doch der Fall liegt nun beim Verwaltungsgericht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die rechtlichen Verfahren entwickeln werden. Aktuell fehlen dem Gemeinderat die personellen und finanziellen Ressourcen, um den Stadtteilpark zu realisieren. Komischerweise wird das Wyssloch jedoch bereits als funktionierender Freiraum genutzt, was zeigt, dass das Potenzial der Fläche nicht ganz verloren ist.

Stadtentwicklung im Kontext

Wenn man über die Herausforderungen spricht, die die Stadtentwicklung zurzeit prägen, darf man die nationale Stadtentwicklungspolitik nicht außer Acht lassen. Diese Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen versucht, Städte und Gemeinden lebenswert zu halten. Es wird ein Austausch zwischen Akteuren und Interessierten gefördert, um aktuelle stadtgesellschaftliche und städtebauliche Trends zu thematisieren. Das klingt nach einer Chance für Gemeinden wie Basel, sich in einem größeren Kontext weiterzuentwickeln und möglicherweise neue Ideen zu entwickeln.

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Die Frage bleibt: Wie geht es weiter mit dem Egelmösli Wyssloch und der Entwicklung in der Stadt? Die Unsicherheiten rund um die Planungen könnten sowohl eine Herausforderung als auch eine Gelegenheit darstellen, um frische Perspektiven zu gewinnen. Irgendwie bleibt die Hoffnung, dass sich in naher Zukunft neue Möglichkeiten auftun, um den Stadtteil noch lebenswerter zu gestalten.