Das Kunstmuseum Bern, ein Schatzkästchen der Kultur, hat kürzlich eine wunderbare Bereicherung erfahren. Die Anne-Marie und Victor Loeb-Stiftung hat großzügig 350 Werke aus der Zeit des Konstruktivismus und der Nachkriegsavantgarde als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Ein echter Glücksfall, nicht nur für das Museum, sondern auch für alle Kunstliebhaber und Neugierigen, die die Türen zu dieser spannenden Sammlung durchschreiten. Die Loeb-Familie, seit Generationen eng verbunden mit der Kunstszene, hat damit erneut ein Zeichen gesetzt. Nicole Loeb, die fünfte Generation der Familie und Präsidentin der Stiftung, führt diese Familientradition mit einem feinen Gespür für Kunst und Menschen fort.

Die Wurzeln dieser beeindruckenden Sammlung reichen zurück zu einer Freundschaft zwischen Cuno Amiet und Eugen Loeb, dem Urgroßvater von Nicole. Victor Loeb, der die Sammlung später erweiterte, hatte die Unterstützung von Harald Szeemann, einem der einflussreichsten Kuratoren der Schweiz. Die Werke, die nun im Kunstmuseum Bern ausgestellt sind, stammen von namhaften Künstlern wie Cuno Amiet, Jean Tinguely, Liliane Lijn und Josef Albers. Der Reichtum der Sammlung, die seit 1980 Teil des Museums ist, wird durch regelmäßige Ausstellungen und Leihgaben an Museen im In- und Ausland lebendig gehalten.

Ein Kunstprojekt zur Feier

Nicole Loeb hat auch Pläne geschmiedet, um das 145-jährige Bestehen des Warenhauses LOEB am 9. September gebührend zu feiern. Ein Kunstprojekt mit einer Schweizer Künstlerin soll diese Feierlichkeiten begleiten. Das ist nicht nur ein schönes Beispiel für die Verbundenheit der Loebs mit der Kunst, sondern auch ein Zeichen für die kreative Kraft, die in den Wänden des Warenhauses pulsiert. Die LOEB-Ecke, bekannt in der ganzen Schweiz, zeigt, wie eng die Familie mit Künstlern und dem kunstbegeisterten Publikum verwoben ist.

Die Stiftung selbst wurde 1976 von Victor Loeb gegründet, mit dem Ziel, die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine noble Geste, die den Grundstein für die heutige Zusammenarbeit zwischen Kunstschaffenden und der Öffentlichkeit legte. Im Kunstmuseum Bern erwartet die Besucher eine beeindruckende Sammlung von über 4.000 Gemälden und Skulpturen sowie rund 48.000 Zeichnungen und Druckgraphiken. Diese Sammlung reicht von der Gotik bis zur Gegenwart und bietet einen bedeutenden Schwerpunkt auf der Klassischen Moderne.

Ein Blick in die Geschichte

Die Geschichte des Kunstmuseums Bern ist ebenso faszinierend wie die Kunstwerke selbst. Der Grundstock der Sammlung wurde 1820 vom Kanton Bern erworben. Im Laufe der Jahre hat das Museum bedeutende Werke von Künstlern wie Paul Klee, Vincent van Gogh und Ernst Ludwig Kirchner aufgenommen. Besonders hervorzuheben ist die Rolle von Max Huggler, der 1944 Direktor wurde und das Museum internationaler machte. Klee wurde zum zentralen Punkt in der Sammlungspolitik erklärt, was zur Gründung der Paul-Klee-Stiftung führte. Heute beherbergt das Zentrum Paul Klee rund 4.000 Werke und ist ein wahrer Magnet für Kunstliebhaber.

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Das Kunstmuseum Bern hat sich im Laufe der Jahrzehnte durch zahlreiche Schenkungen und Legate bereichert. Werke von Picasso, Matisse und vielen weiteren Größen der Kunstgeschichte finden sich in den Beständen – ein wahres Paradies für alle, die sich für Kunst und ihre Entwicklung interessieren. Mit jedem neuen Werk, das hinzukommt, wächst nicht nur die Sammlung, sondern auch die Verbindung zwischen Kunst und Publikum. Ein Besuch im Kunstmuseum ist nicht nur eine Reise durch die Geschichte, sondern auch eine Einladung, die eigene Sichtweise auf die Kunst zu erweitern.