In der malerischen Stadt Bern, wo der Fluss Aare glitzernd vorbeifließt, stehen die Zeichen für den Frauen- und Mädchenfußball auf Wachstum. Die Frauenfussball-Europameisterschaft 2025 wird nicht nur ein sportliches Spektakel, sondern auch ein bedeutender Katalysator für die Förderung von Mädchen und Frauen im Sport. Man könnte sagen, das Turnier ist wie ein frischer Wind, der neue Impulse setzt – und das schon jetzt, bevor der erste Ball rollt.
Der Kanton Bern verfolgt seit 2018 eine klare Sportstrategie unter dem Motto „BEwegt – BEgeistert – BEreichert!“. Diese Strategie hat spezifische Maßnahmen zur Förderung von Sport und Bewegung für Mädchen und Frauen definiert. Dabei wird nicht nur die Infrastruktur verbessert – mobile Kunstrasenfelder sollen künftig für bessere Trainingsbedingungen sorgen – sondern auch niederschwellige Bewegungsangebote geschaffen. Sportmaterial-Ausleihstationen, die wie kleine Schatztruhen für sportbegeisterte Mädchen und Frauen fungieren, sind nur ein Beispiel. Und das ist noch lange nicht alles!
Eine neue Ära für Mädchen im Sport
Die strukturellen Defizite im Sport für Mädchen und Frauen sind unübersehbar: Angebotsvielfalt, Förderstrukturen und Sichtbarkeit – hier gibt es noch Luft nach oben. Doch die Weuro 2025 sorgt dafür, dass diese Mängel angepackt werden. Langfristige Begeisterung für sportliche Aktivitäten bei Mädchen und Frauen soll durch gezielte Maßnahmen gefördert werden. Aus- und Weiterbildungsangebote für Frauen in Trainer- und Leitungsfunktionen sind nur ein Beispiel für die nachhaltigen Veränderungen, die auf dem Weg sind.
Die Kommunikationskampagne „EmpowHER – Fokus Frau im Sport“ hebt die Sichtbarkeit des Themas zusätzlich hervor. Hier wird nicht nur das Bewusstsein geschärft, sondern auch das Engagement der Frauen im Sport gefeiert. Regierungsrat Philippe Müller betont die große Bedeutung dieser Legacy-Maßnahmen. Die Strukturen, die jetzt geschaffen werden, sollen die Grundlage für zukünftige Projekte im Kanton Bern bilden. Ein klares Ziel: Die Projekte nachhaltig verankern und die erfolgreichen Maßnahmen in den Alltag integrieren.
Ein Blick über den Tellerrand
Es ist auch spannend zu sehen, dass die Bemühungen zur Förderung von Mädchen im Sport nicht nur in der Schweiz, sondern auch international stattfinden. Ein Beispiel ist das dreijährige Erasmus+-Projekt ICOACHGIRLS+, das zum Ziel hat, junge Frauen für Trainerinnentätigkeiten zu gewinnen und das Interesse an Sportvereinen zu stärken. Es ist ein schöner Ged Gedanke, dass in Dublin, wo das Projekt gestartet ist, auch die Stimmen der jungen Frauen gehört werden. Denn die MOVE-Studie zeigt alarmierende Zahlen – einen Anstieg des Drop-outs von weiblichen Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren im Sportverein. Da wird einem schon ganz mulmig.
Es ist ermutigend zu wissen, dass Initiativen wie ICOACHGIRLS+ auf den Erfahrungen früherer Projekte aufbauen und sich gezielt auf die Bedürfnisse der Mädchen und Trainerinnen konzentrieren. Hier geht es darum, Barrieren abzubauen und eine Sportwelt zu schaffen, die Mädchen nicht nur Spaß macht, sondern auch ihr Selbstvertrauen stärkt.
Während wir auf die Weuro 2025 warten, ist klar, dass der Frauen- und Mädchenfußball in Bern und darüber hinaus auf einem vielversprechenden Weg ist. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln und welche neuen Möglichkeiten sich für die kommenden Generationen ergeben werden!