In Bern tut sich was! Im April wurde das umgebaute Kaiserhaus endlich wiedereröffnet, und es hat sich wirklich gelohnt. In der Markt- und Amtshausgasse, wo es nun strahlt, hat die Schweizerische Nationalbank einen gewaltigen Betrag investiert – ja, einen „tiefen dreistelligen Millionenbetrag“. Genau wie viel es war, bleibt ein Geheimnis. Man munkelt von 120 oder 180 Millionen Franken, aber die genaue Zahl hält sich bedeckt. So oder so, es ist ein gewaltiger Schritt für die Stadt!
Doch das Kaiserhaus ist nur der Anfang. Die Stiftung Kunstmuseum Bern hat Pläne geschmiedet, die uns alle in den Bann ziehen. Das Um- und Neubauprojekt mit dem Namen „Eiger“ soll die beeindruckende Sammlung des Museums weiter aufwerten. Die Kosten? Sie belaufen sich auf stolze 147 Millionen Franken, und der Kanton Bern wird sich mit 81 Millionen Franken daran beteiligen. Nach einem internationalen Architekturwettbewerb, der 148 Teams zur Teilnahme eingeladen hat, steht der Gewinner fest: Schmidlin Architekten aus Zürich und Engadin, bekannt für ihr Muzeum Susch. Sicher, ihre Entwürfe haben überzeugt!
Ein Kunstwerk für die Zukunft
Der Fokus des Projekts liegt nicht nur auf der Ästhetik, sondern auch auf der Funktionalität. Der Neubau wird freistehend und zeitlos gestaltet, mit einem attraktiven Museumsplatz, der zum Verweilen einlädt. Die Jury, unter dem Vorsitz von Thomas Hasler, war von der städtebaulichen Setzung und der modernen Architektur begeistert. Und das ist noch nicht alles! Die Ausstellungsfläche soll sich um rund 500 m² erhöhen, und es wird neue Räume für Kunstvermittlung geben, die einen direkten Zugang zur Aareterrasse bieten. Wie genial ist das denn?
Natürlich, wie in jedem großen Projekt, gibt es auch kritische Stimmen. Am 14. Juni wird über einen Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken abgestimmt, und die Stimmen sind gespalten. Kritiker, darunter Vertreter der SVP, EDU und GLP, sehen das Vorhaben als „Luxusprojekt“ und fordern, den Fokus auf die Kunst und nicht auf die Architektur zu richten. Auf der anderen Seite argumentieren die Befürworter, dass das Projekt nicht nur Wartungskosten einsparen, sondern auch das Kulturerbe bewahren kann. Ein spannendes, vielleicht sogar hitziges Thema für die Bürger von Bern!
Ein tiefer Blick in die Vergangenheit
Das Kunstmuseum selbst hat eine lange Geschichte – und leider auch einige Probleme. In den letzten Jahren waren die Ausstellungsräume aufgrund maroder Infrastruktur leidenschaftlich in der Kritik. Pfützenbildung in einem Ausstellungssaal? Undichte Rohre? Das klingt nicht nach einem Ort, an dem man bedeutende Leihgaben erhalten möchte. Nicht zu vergessen die Sicherheitsprobleme, die in der Vergangenheit zu Evakuierungen führten. Ehrlich gesagt, da wird es höchste Zeit für eine Renovierung!
Die geplanten Sanierungsarbeiten und der Neubau sind für den Zeitraum von 2029 bis 2033 vorgesehen – die Wiedereröffnung könnte also gegen Ende 2033 stattfinden. Während der Schließung sind Ausstellungen in anderen Räumlichkeiten geplant, sodass die Kunstliebhaber in Bern nicht auf ihre Portion Kreativität verzichten müssen. Ein Lichtblick in der Dunkelheit!
Wie wird sich das alles entwickeln? Das bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die Kunstszene in Bern wird mit dem „Eiger“-Projekt in eine neue Ära eintreten. Vielleicht bringt es die Stadt nicht nur neue Besucher, sondern auch frischen Wind in die Kunstlandschaft. Und wir dürfen gespannt sein, was die Abstimmungen bringen. Ob die Bürger von Bern bereit sind, in die Zukunft ihrer Kunst zu investieren, oder ob sie sich gegen das Projekt entscheiden werden, bleibt ein großes Fragezeichen.