Gurtenfestival 2023: Rekordbesucher und kulinarische Entdeckungen trotz Wetterlaunen
Das Gurtenfestival in Bern hat wieder einmal für Aufsehen gesorgt. Mit 104.750 Besuchern wurde ein neuer Rekord aufgestellt – und das, obwohl die Wetterprognosen nicht gerade rosig waren. Es war die 43. Austragung des Festivals und jetzt schon steht fest: Das 50-jährige Jubiläum im nächsten Jahr wird ein ganz großes Ding. Vom 14. bis 18. Juli 2027 wird das Festival auf fünf Tage ausgeweitet und das macht schon jetzt neugierig auf die kommenden Headliner!
In diesem Jahr war die Stimmung bombastisch! Sean Paul, Lily Allen und Lo & Leduc sorgten für Partystimmung, während die Besucher zu Hits wie «Temperature» und «No Lie» abtanzen konnten. Ein besonderes Highlight war der überraschende Auftritt des Berner Rappers Jule X, der trotz technischer Probleme mit seinem Hit «Zistig» die Menge zum Ausflippen brachte. Da kann man nur sagen: Chapeau!
Ein Festival mit vielen Facetten
Das Gurtenfestival bot jedoch nicht nur musikalische Leckerbissen, sondern auch ein reichhaltiges kulinarisches Angebot. Mit 30 Ständen, die regionale, nachhaltige sowie vegetarische und vegane Gerichte anboten, war für jeden Gaumen etwas dabei. Erstmals gab es zudem einen glutenfreien Stand unter dem Motto „No Grain No Pain“. Man darf sich fragen, wie viele neue Geschmackserlebnisse die Besucher hier entdecken konnten!
Die Veranstaltung war nahezu ausverkauft, was sicherlich auch der erhöhten Kapazität von 27.000 Personen pro Tag geschuldet war. Diese wurde im Vorfeld um 2.000 Plätze erhöht, um den gestiegenen Kosten gerecht zu werden. Festivalleiter Bobby Bähler konnte erfreut berichten, dass es auf dem Gelände kaum negative Reaktionen gab. Das spricht für die Organisation und die gute Stimmung – auch wenn die Gewitterwarnungen für Anspannung sorgten. Am Donnerstagabend zogen dunkle Wolken auf, aber das Konzert fand trotzdem statt, und das ist doch ein echtes Zeichen für die Entschlossenheit der Veranstalter!
Ein Blick in die Zukunft
Mit einem positiven Fazit und keiner nennenswerten Anzahl an sicherheitsrelevanten Zwischenfällen kann das Festival auf eine erfolgreiche Ausgabe zurückblicken. Die Polizei und Security mussten nur selten eingreifen, was in der heutigen Zeit doch eher selten vorkommt. Allerdings gab es einige allergische Reaktionen, die behandelt werden mussten. Für die nächsten Jahre wird eine moderate Erhöhung der Ticketpreise nicht ausgeschlossen, aber unter zehn Franken für einen Eintagespass soll es bleiben. Wie das in Zeiten steigender Kosten funktioniert, bleibt spannend.
Die Herausforderung für die Festivals in der Schweiz bleibt jedoch bestehen. Während das Gurtenfestival dieses Jahr glänzte, kämpfen andere Veranstaltungen, wie das Openair Frauenfeld, mit rückläufigen Besucherzahlen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Es zeichnet sich ein Trend ab: Die Branche ist unter Druck, und die Nachfrage nach Festivals könnte in Zukunft mit weniger Angeboten konfrontiert werden. Man kann also nur hoffen, dass das Gurtenfestival auch weiterhin diese positive Entwicklung fortsetzen kann.
Das Gurtenfestival hat ohne Zweifel seinen Platz in der Schweizer Festivallandschaft gefestigt. Mit der Kombination aus Musik, Kulinarik und einem Hauch von Abenteuer bleibt es ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Und während wir auf die nächste Ausgabe im nächsten Jahr blicken, bleibt nur zu sagen: Auf eine noch bessere Festivalzeit!
