In Bern, der charmanten Hauptstadt der Schweiz, gibt es Menschen, die wie Leuchttürme in der kulturellen Landschaft strahlen. Einer von ihnen ist Bernhard Bischoff, ein Name, der in der Welt der Kunst und Kultur einfach nicht wegzudenken ist. Fast 25 Jahre war er als Galerist und Video-Pionier unterwegs und hat dabei nicht nur Kunst verkauft, sondern auch neue Wege in der Kunstvermittlung beschritten. Seit 2001 leitet er das Auktionshaus Kornfeld und hat sich einen Namen als Geschäftsführer und Auktionator gemacht. Klar, dass er mit seiner Familie von Thun nach Muri bei Bern gezogen ist – die Kunstszene hier hat einfach mehr zu bieten, auch wenn er einen Rückgang der Galerien in seiner geliebten Stadt bemerkt.

Der Wandel des Berner Kunst-Ökosystems lässt sich nicht leugnen. Bischoff spricht offen über die Herausforderungen, die auf junge Kunstschaffende zukommen. Oft müssen sie sich erst beweisen, bevor sie Zugang zu den etablierten Kunstmuseen erhalten. Er sieht die Kunst als die Seele der Gesellschaft, als ein Mittel zur Beobachtung und Reflexion. Und das ist genau das, was er mit dem Berner Videofestival, das er mitbegründet hat, erreichen wollte – Videokunst in der Schweiz zu etablieren und einen Raum für neue Ideen zu schaffen. Wer weiß, vielleicht wird eines Tages ein Videokunstwerk im Louvre neben der Mona Lisa hängen! Das wäre ein Zeichen für die Relevanz von Kunst im digitalen Zeitalter.

Kunst und ihre Herausforderungen

Ein weiterer Punkt, den Bischoff anspricht, ist der demografische Wandel. Junge Menschen kaufen weniger Kunst, was nicht nur für die Galeristen eine Herausforderung darstellt, sondern auch für die gesamte Kunstszene. Offspaces, diese selbstorganisierten Kunsträume, könnten die klassischen Galerien nicht ersetzen, so Bischoff. Es braucht einen Dialog, eine Verbindung zwischen den Kunstschaffenden und dem Publikum. Die Lebensqualität in Bern muss sich auch in der Kunst widerspiegeln, und das möchte Bischoff bis 2040 sehen.

Und während die Galerie Kornfeld derzeit Werke des verstorbenen Künstlers Pascal Danz zeigt, bleibt die Frage, wie sich die Kunstszene in Zukunft entwickeln wird. Nicht nur die Galerien müssen innovativ sein, auch die Museen müssen architektonisch und kuratorisch flexibel bleiben, um relevant zu bleiben. Es geht darum, moderne klimatische Bedingungen und Sicherheitsinfrastrukturen zu schaffen, damit Kunst in ihrer besten Form präsentiert werden kann.

Das Netzwerk der Berner Galerien

Ein wichtiger Akteur in dieser dynamischen Landschaft ist der Verein Berner Galerien, der 1985 gegründet wurde. Dieser Zusammenschluss der wichtigsten Galerien für zeitgenössische Kunst in Bern hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität und Seriosität der Kunstvermittlung zu sichern. Jährlich finden die Berner Galerien Wochenenden statt, die als Highlight des Vereins gelten. Hier zeigen die Galerien neue Ausstellungen zu gemeinsamen Öffnungszeiten und ziehen ein Publikum an, das sonst vielleicht nicht in die Galerien kommt.

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Es ist beeindruckend, wie der Verein mit regionalen Museums- und Kulturpartner:innen zusammenarbeitet, um die zeitgenössische Kunst zu fördern. Das erste Berner Galerien Wochenende fand im September 1986 statt und hat sich seither zu einem wichtigen Event entwickelt. Wenn man durch die Straßen Berns schlendert, spürt man den Puls dieser lebendigen Kunstszene, die trotz aller Herausforderungen versucht, neue Wege zu gehen.

In einer Stadt wie Bern, wo Tradition und Moderne aufeinandertreffen, bleibt die Frage, wie sich die Kunstszene weiterentwickeln wird. Doch mit engagierten Persönlichkeiten wie Bernhard Bischoff und einem starken Netzwerk von Galerien steht die Stadt gut da. Die Kunst wird weiterhin ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens in Bern sein, und wer weiß, vielleicht wird die nächste große Entdeckung schon bald in einer kleinen Galerie an der Ecke gemacht.