Was für ein aufregendes Wochenende in Bern! Die Stadt war nicht nur Schauplatz der World Climbing Series, sondern auch das Herzstück eines denkwürdigen Moments im Boulder-Sport. Oce Mackenzie, die Australierin, die in den letzten Jahren ihre Trainingsstunden in der Stadt verbrachte, feierte ihren ersten Sieg im Boulder-Weltcup. Ein wahrlich historischer Moment, denn es ist das erste Mal, dass Australien in dieser Disziplin ganz oben auf dem Treppchen steht. Und das hat sie sich wirklich verdient!
Die 23-jährige Mackenzie war im Finale nicht zu stoppen. Sie meisterte die ersten beiden Boulderprobleme mit Bravour und ließ sich auch durch das dritte, das sie nicht ganz schaffte, nicht aus der Ruhe bringen. Ihr Sieg war gesichert! Erin McNeice aus Großbritannien, die Vorjahressiegerin, musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Und Annie Sanders aus den USA landete auf dem dritten Rang, nachdem sie in der Qualifikation und im Halbfinale alle Probleme gemeistert hatte, aber im Finale nicht mehr ganz mithalten konnte.
Schweizerinnen im Halbfinale
Für die Schweizerin Sofya Yokoyama war es ein durchwachsenes Wochenende. Sie war die einzige Vertreterin der Schweiz im Halbfinale und belegte den 12. Platz. Sie schaffte immerhin das erste Problem, kämpfte aber bei den restlichen drei Aufgaben. Man muss sagen, das war das zweitbeste Ergebnis ihrer Karriere, also gibt es Grund zur Hoffnung! Fünf weitere Schweizerinnen schieden bereits in der Qualifikation aus – die Konkurrenz war einfach zu stark. Die Veranstaltung in Bern war die zweite von insgesamt sechs Stationen der World Climbing Series 2023, die auch Stopps in Madrid, Innsbruck, Prag und Salt Lake City umfassen wird.
Interessanterweise wird Bern auch 2025 wieder Gastgeber für den IFSC World Cup sein, und zwar am 15. Juni. Das wird sicher ein Highlight für die Klettergemeinschaft, vor allem nach der gestrigen Veranstaltung. Und wir sollten auch einen Blick auf die IFSC World Championships in Seoul werfen, die für den 28. September 2025 angesetzt sind – das wird spannend!
Die Zukunft des Kletterns
Die International Federation of Sport Climbing (IFSC) hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2007 enorm entwickelt. Im Jahr 2025 wird sie in World Climbing umbenannt – ein Schritt, der die Organisation in eine neue Ära führen soll. Die Ziele sind klar: Kletterwettkämpfe weltweit zu fördern und den olympischen Geist hochzuhalten. Klettern wird nicht nur im Olympischen Programm für Paris 2024 vertreten sein, sondern auch für Los Angeles 2028! Das ist eine aufregende Zeit für alle Kletterbegeisterten.
Wie auch immer man das Ganze betrachtet, die Welt des Boulderns entwickelt sich rasant. Und wenn man die Begeisterung der Zuschauer in Bern sieht, kann man sich nur freuen, was die Zukunft für diesen faszinierenden Sport bereithält. Bleibt gespannt – die nächsten Stationen der World Climbing Series stehen schon in den Startlöchern!