Die Vorbereitungen für den Umzug des Naturhistorischen Museums Basel sind in vollem Gange, und es ist ein echtes Mammutprojekt. Was vor neun Jahren mit ersten Überlegungen begann, hat mittlerweile eine Dimension angenommen, die selbst die kühnsten Erwartungen übertrifft. Im Jahr 2027, genauer gesagt ab März, wird der Transport von sage und schreibe 12 Millionen Objekten beginnen! Ja, genau – Millionen! Das ist so, als würden 300 bis 400 Privatwohnungen gleichzeitig umziehen. Da kann man schon ins Staunen geraten.

Der neue Standort wird im St. Johann-Quartier sein, direkt beim Bahnhof. Ein Neubau, der hoffentlich auch die Sammlungen für die Besucher sichtbar macht. Das alte Gebäude in der Augustinergasse wird bis Winter 2028 seine Türen schließen, während die neuen Ausstellungsräume im Sommer 2029 eröffnet werden sollen. Die Vorfreude auf ein modernes Museum, das noch mehr Raum für Entdeckungen bietet, ist sicherlich bei vielen spürbar.

Der große Transport

Alwin Probst, der Präparator des Museums, hat es mit seinem Team in den letzten neun Jahren geschafft, jedes einzelne der 12 Millionen Objekte für den Transport vorzubereiten. Das klingt nach einer echten Herkulesaufgabe! Und tatsächlich – Skelette werden nicht zerlegt, um den Transport zu erleichtern. Man muss sich das mal vorstellen: Diese Skelette, die mit dünnen Drähten zusammengehalten werden, werden komplett montiert in passgenauen Zügelkisten transportiert. Und diese Kisten haben nicht nur einen dekorativen Zweck – sie kommen mit speziellen internen Stützen, um die fragilen Exponate zu schützen.

Der Transport wird von der Logistikfirma Welti-Furrer durchgeführt, und der Geschäftsführer hat ganz klar betont: Schadensfreier Umzug ist das Ziel! Das hört man doch gern! Die Transportkosten belaufen sich auf eine Million Franken. Und während man die Giraffe über die Treppe befördert – ja, richtig gelesen! – wird ein Kran benötigt, was auch immer das für ein Schnickschnack ist. Der Umzug der Giraffe allein wird wohl eine Woche in Anspruch nehmen.

Die vielfältige Sammlung

Die Sammlung des Naturhistorischen Museums kann sich sehen lassen. Über fünf Millionen Käfer, Insekten, Schmetterlinge, sechs Millionen Exemplare von Säugetieren, Fischen, Sauriern und Hunderttausende Vögel. Und das ist noch längst nicht alles – auch Amphibien, Reptilien und Zehntausende Mineralien gehören dazu. Ein wahres Paradies für Naturfreunde und Wissenschaftler! Die Vogeleier-Sammlung wurde so verpackt, dass sie selbst bei einem Sturz unbeschadet bleibt. Das ist wie ein kleines Wunder – für die Eier, die ja auch etwas fragil sind.

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Doch nicht nur das Verpacken der Objekte ist eine Herausforderung. Einige alte Präparate enthalten arsenhaltige Materialien, was spezielle Schutzkleidung erfordert. Auch die in Ethanol eingelegten Objekte müssen sorgfältig kontrolliert und gegebenenfalls gereinigt werden. Hier wird mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, denn jeder Schritt muss wohl überlegt sein. Das Museum wird zum echten Tüftler-Paradies!

Die Vorbereitungen sind nicht nur eine logistische Meisterleistung, sie sind auch ein Schritt in die Zukunft. Die neuen Ausstellungsräume versprechen, ein Ort des Staunens und Lernens zu werden. Und bis Februar 2028 sollen alle Objekte am neuen Standort sein. Man darf gespannt sein, was die Besucher dort erwartet – ein Erlebnis, das die Augen zum Leuchten bringt und vielleicht auch ein paar alte Erinnerungen weckt.