Heute ist der 5.06.2026 und in Basel brodelt die Vorfreude auf einen der aufregendsten Umzüge der letzten Jahre. Das Naturhistorische Museum steht vor einer gewaltigen Herausforderung: 12 Millionen Objekte müssen in einen neuen, modernen Bau umgesiedelt werden. Ein Mammutprojekt, das nicht nur die Sammlungen, sondern auch die Herzen der Basler auf eine Achterbahn der Emotionen mitnimmt. Die Vorbereitungen dafür haben sage und schreibe acht Jahre in Anspruch genommen! Da steckt eine Menge Planung und Liebe zum Detail drin.
Der Transport beginnt im März 2027 und soll bis Februar 2028 abgeschlossen sein. Die Aufregung steigt, denn dieser Umzug ist nicht einfach nur ein Umzug. Die montierten Skelette, die fragil und zerbrechlich sind, stellen eine besondere Herausforderung dar – sie sind mit dünnen Drähten zusammengehalten! Die Objekte werden komplett montiert in speziellen Kisten transportiert, die mit individuellen internen Stützen ausgestattet sind. Und das alles unter der Aufsicht des Logistikunternehmens Welti-Furrer, das bereits die zoologische Sammlung der Universität Zürich umgezogen hat. Da kann man sich schon vorstellen, wie sorgfältig das Ganze ablaufen muss!
Ein Neubau mit Visionen
Der neue Standort im St. Johann-Quartier wird nicht nur ein neuer Heimatort für die Sammlung sein, sondern auch ein Ort, der für Besucher sichtbar und erlebbar gemacht wird. Rund die Hälfte der Objekte lagert derzeit im externen Sammlungsdepot in Münchenstein, während der Rest unter dem bisherigen Museumsbau untergebracht ist. Der Umzug kostet etwa eine Million Franken – eine Investition, die sich hoffentlich auszahlen wird. Im neuen Museum sollen die Sammlungen nicht nur präsentiert, sondern auch gewürdigt werden. Das ist eine großartige Möglichkeit für alle, die sich für Natur und Geschichte interessieren.
Die Bauarbeiten am Neubau, dem größten Hochbauprojekt des Kantons, laufen bereits auf Hochtouren. Die Klimaanforderungen sind hoch und die Sicherheitstechnik wird großgeschrieben. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Sichtmauerwerksarbeiten an der Fassade voranschreiten. Im Spätsommer soll das Fassadengerüst abgebaut werden. Ursprünglich war die Übergabe des Neubaus für Herbst 2026 geplant, doch nun wird sie auf Februar 2027 verschoben. Das gibt uns allen noch ein wenig mehr Zeit, uns auf den neuen Glanz des Museums zu freuen!
Herausforderungen beim Umzug
Jetzt aber zum spannenden Teil: dem Umzug selbst! Präparate, die in Ethanol eingelegt sind, müssen kontrolliert und abgedichtet werden. Einige alte Stücke enthalten sogar Asbest und Arsen – da ist besondere Schutzkleidung gefragt. Die Nass-Sammlung erfordert einen Spezialtransport, denn die Gefahr von Glasbruch ist nicht zu unterschätzen. Und dann wäre da noch die Giraffe im Treppenhaus des Berri-Baus, die mit einem Kran transportiert werden muss! Das alles klingt nach einer gewaltigen logistischen Meisterleistung.
Die gesamte Eiersammlung ist übrigens sicher verpackt, mit sanfter Polsterung in Kapokfaser und Polyester-Schachteln. Es ist beeindruckend, wie viel Sorgfalt in jedes Detail investiert wird. Und während all dieser Arbeiten soll die Öffentlichkeit nicht gestört werden – die Arbeiten finden größtenteils außerhalb der Öffnungszeiten statt. Eine tolle Lösung, um den Besuchern den gewohnten Zugang zu ermöglichen!
Ein Blick in die Zukunft
Der Berri-Bau wird im Winter 2028 geschlossen und das neue Museum, das voraussichtlich im Sommer 2029 eröffnet, wird eine wahre Schatzkammer sein. Mit über fünf Millionen Käfern, Insekten, Schmetterlingen, sechs Millionen Säugetieren, Fischen, Dinosauriern und vielen weiteren Objekten wird der neue Standort ein Paradies für Naturfreunde und Geschichtsliebhaber. Die Umzüge der Sammlungen des Naturhistorischen Museums und des Staatsarchivs beginnen direkt nach der Übergabe des Neubaus – und wir können es kaum erwarten, die neuen Ausstellungen zu sehen!
Wenn man darüber nachdenkt, wird einem klar, dass dieser Umzug nicht nur eine logistische Herausforderung ist, sondern auch eine emotionale Reise. Die Sammlungen erzählen Geschichten und die Art und Weise, wie sie transportiert und präsentiert werden, spiegelt die Bedeutung dieser Geschichten wider. Es bleibt spannend, wie sich alles entwickeln wird und welche Überraschungen uns am neuen Standort erwarten.