Heute ist der 19.05.2026 und in Basel gibt es aufregende Neuigkeiten aus der Wohnungsbaupolitik. Der Kanton Basel-Stadt hat beschlossen, zwei große Wohnareale zu kaufen – „Im Surinam“ und „Horburg“ im Kleinbasel. Diese beiden Areale erstrecken sich über beeindruckende 50.000 Quadratmeter und beinhalten insgesamt rund 600 Wohnungen. Der Kaufpreis liegt im tiefen dreistelligen Millionenbereich. Das Ziel dahinter? Mehr günstiger Wohnraum, um den steigenden Mieten ein Schnippchen zu schlagen!

Die Politik hat sich hier ordentlich ins Zeug gelegt. Man möchte den Anteil an günstigen Wohnungen von etwa 14 auf 15 Prozent anheben – mit dem langfristigen Ziel von 25 Prozent bis zum Jahr 2050. Das ist gesetzlich so festgelegt und wird von der SP sowie verschiedenen Wohnbauorganisationen als entscheidender Schritt im Kampf gegen die Wohnungsnot gefeiert. Doch nicht jeder ist begeistert. Die bürgerliche LDP, zum Beispiel, ist besorgt und fordert mehr Transparenz über die Kaufpreise und den Zustand der Liegenschaften. Ein valid Punkt, wie ich finde – schließlich geht es hier um die Lebensqualität vieler Menschen.

Die Ungewissheit der Bewohner

Für die betroffenen Anwohner bleibt noch viel unklar. Fragen über mögliche Mieterhöhungen oder Sanierungen stehen im Raum. Der Kanton hat zwar versichert, dass die Mieten stabil bleiben sollen – das klingt erstmal beruhigend – doch die Unsicherheiten sind da. Langfristig soll die Übergabe der Areale an Wohnbaugenossenschaften erfolgen, die ab 2027 ausgeschrieben wird. Die ersten Entscheidungen könnten dann frühestens 2029 fallen. Ein langer Weg für alle Beteiligten!

Und hier kommt eine spannende Wendung ins Spiel: Statt einer klassischen Mietkaution müssen Mieter an die Wohngenossenschaften einmalig das Anteilscheinkapital zahlen. Das sind in der Regel drei Monatsmieten – oft sogar mehr bei Neubauten. Das Anteilscheinkapital, das Eigenkapital der Genossenschaften, wird bei einem Auszug zurückgezahlt, abzüglich etwaiger Forderungen. Um das genossenschaftliche Wohnen für finanzschwächere Haushalte zugänglicher zu machen, hat die Stiftung Wohnraum Basel seit September 2024 finanzielle Unterstützung für den Kauf von Genossenschafts-Anteilsscheinen eingeführt. Dies geschieht über den „Genossenschaftsanteilfonds“ gemäß Wohnstiftungsgesetz.

Unterstützung für alle

Die Voraussetzungen für diese Unterstützung sind klar: Anspruch auf Prämienverbilligungen nach dem KVG oder der Bezug von Sozialhilfe sind nötig. Hierbei können Darlehen für den gesamten Betrag oder auch nur für einen Teilbetrag der Anteilscheine gewährt werden. Die Verwaltung des Fonds obliegt der Stiftung Edith Maryon, und die Kompetenzstelle Soziales Wohnen (KSW) hilft bei der Suche nach passenden Unterkünften. Ein Walk-In-Schalter in der Klybeckstrasse 95 wird ab 17. Juni 2025 geöffnet – für diejenigen, die Beratung benötigen oder sich in prekären Wohnverhältnissen befinden.

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Die Öffnungszeiten sind Montag und Dienstag von 09:00 bis 12:00, und Mittwoch von 13:30 bis 16:30. In der Woche vom 21. bis 25. Juli 2025 bleibt der Schalter geschlossen – also unbedingt vorher planen! Die KSW bietet in der ersten Phase neben Beratung für benachteiligte Personen auch eine Meldestelle für prekäre Wohnverhältnisse an. Ein ganz wichtiger Schritt, um Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen.

Ein bisschen Unbehagen bleibt, wenn man an die bürgerliche Kritik denkt – das Eingreifen des Staates in den Immobilienmarkt könnte den Wettbewerb verzerren. Doch am Ende des Tages bleibt die Frage: Wie schaffen wir es, den Menschen ein Zuhause zu bieten? Die Debatte über staatliche Eingriffe wird weitergeführt, und ich bin gespannt, wie sich die Dinge entwickeln werden. Es bleibt also spannend in Basel!