Heute ist der 8.05.2026 und in Appenzell Innerrhoden wird ein neues Kapitel in der Geschichte der Spitex aufgeschlagen. Bei der 25. Mitgliederversammlung der Spitex Appenzell Innerrhoden, die von der scheidenden Präsidentin Cornelia Hunziker eröffnet wurde, kam es zu einem Wechsel an der Spitze. Hunziker, die 2023 das Amt übernommen hatte, gab bekannt, dass sie im November 2025 zurücktritt. Auf sie folgt Marcel Fritsch, der mit 60 Jahren frischen Wind in die Organisation bringen wird.

Fritsch, wohnhaft in St. Gallen, hat an der ETH in Zürich Informatik und Betriebswirtschaft studiert und sich darüber hinaus mit Philosophie und Schweizer Politik an der Universität Zürich beschäftigt. Ein beeindruckender Lebenslauf. Zudem bringt er wertvolle Erfahrungen aus seiner Zeit beim Roten Kreuz und als Geschäftsführer der Stiftung Leben im Alter in Herisau mit. Es ist klar, dass die Herausforderungen, die auf ihn zukommen, nicht ohne sind. Hunziker berichtete, dass die Nachfrage nach ambulanter Pflege und Betreuung weiter steigen werde – ein Trend, der sich seit 2019 abzeichnet und sich in den kommenden Jahren noch verstärken wird.

Ein Blick in die Zukunft der Pflege

Besonders die demografische Entwicklung macht deutlich, dass der Anteil der über 65-Jährigen bis 2055 stark zunehmen wird. Diese Entwicklung erfordert nicht nur eine Anpassung der Dienstleistungen, sondern auch mehr Personal, das mit den komplexeren Anforderungen umgehen kann. Die Spitex wird sich 2025 mit einem neuen Geschäftsleitungsgremium neu aufstellen, um die Führung spezialisierter Ressorts effektiv zu verteilen. Die Geschäftsleitung wird aus vier erfahrenen Frauen bestehen: Geschäftsführerin Susanne Tidbury, Bianca Fässler für Finanzen und Dienste, Eliane Dörig für Qualität und Prozesse sowie Carmen Koch, die für Pflege und Betreuung zuständig ist.

Die Zahlen sprechen für sich: Der Ertrag des Spitex-Vereins stieg 2025 um 9,8 Prozent auf 4,41 Millionen Franken. Doch das bringt auch Herausforderungen mit sich, denn die Personalauslagen und der Digitalisierungsaufwand sind ebenfalls gestiegen. Am Ende des Jahres konnte ein Gewinn von 139.745 Franken verzeichnet werden, was zeigt, dass die Spitex auf dem richtigen Weg ist, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.

Palliative Care in Appenzell Innerrhoden

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Gesundheitsversorgung ist die Palliative Care. Diese Form der Betreuung und Behandlung richtet sich an Menschen mit unheilbaren Krankheiten und legt den Schwerpunkt auf Lebensqualität, wenn Heilung nicht mehr möglich ist. In Appenzell Innerrhoden gibt es verschiedene Anbieter, die Palliative-Care-Leistungen anbieten. Dazu gehören Grundversorger, private Einrichtungen wie Spitäler und Alters- sowie Pflegeheime, der Hospiz-Dienst Appenzell und viele mehr. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, um den Betroffenen eine bestmögliche Versorgung zu bieten.

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Bund und Kantone haben sich zudem darauf verständigt, die Palliative Care in der Schweiz zu fördern, was im Rahmen der Plattform „Dialog Nationale Gesundheitspolitik“ vorangetrieben wird. Das Konzept von Palliative Care in Appenzell Innerrhoden, das 2017 eingeführt wurde, bietet wertvolle Informationen und Unterstützung für Betroffene und deren Angehörige. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Bedürfnissen einer immer älter werdenden Gesellschaft gerecht zu werden.