Der HC Davos hat sich im spannenden Playoff-Finale der National League einen weiteren Schritt in Richtung Meistertitel erkämpft. Im fünften Spiel setzte sich die Mannschaft mit 5:4 nach Verlängerung gegen Gottéron durch. Adam Tambellini war der Held des Abends und erzielte das entscheidende Tor in der 62. Minute, was die Serie auf 3:2 für Davos stellte. Ein weiterer Sieg am Dienstag in Freiburg könnte den Meistertitel für die Bündner sichern.
Das Spiel war eine Achterbahnfahrt der Emotionen, geprägt von hohem Risiko, taktischem Leichtsinn und kreativen Spielzügen. Davos hatte bereits am Freitag in Freiburg mit 1:0 gewonnen und damit den vierten Auswärtssieg im vierten Finalspiel eingefahren. Obwohl die Torschüsse mit 40:32 zugunsten von Gottéron ausfielen, war es Torhüter Sandro Aeschlimann, der mit mehreren Glanzparaden sein Team in die Verlängerung rettete. Doch auch Aeschlimann musste einen entscheidenden Treffer zum 4:4 hinnehmen, nachdem Gottéron einen 3:0-Vorsprung verspielt hatte.
Die Torhüter im Fokus
In dieser Finalserie stehen die beiden Torhüter, Sandro Aeschlimann von Davos und Reto Berra von Fribourg, besonders im Rampenlicht. Berra wurde im Finalspiel gegen Davos bereits dreimal überwunden, während Aeschlimann in der Qualifikation mit einer Fangquote von 92,52 % glänzte, die höher war als die von Berra (92,00 %). Im ersten und zweiten Finalspiel zeigten beide Torhüter unterschiedliche Leistungen: Während Berra im ersten Spiel mit 93,94 % Fangquote überragte, konnte Aeschlimann im zweiten Spiel mit 96,88 % überzeugen. Diese Schwankungen haben sich direkt auf den Ausgang der Partien ausgewirkt, da die Mannschaft mit mehr Torschüssen in beiden Spielen jeweils als Verlierer vom Eis ging.
Gottéron, das zum fünften Mal im Finale steht, kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, denn in den vorherigen Finals hatte der Gegner stets den besseren Torhüter. Reto Berra, der bereits 39 Jahre alt ist, bringt eine Fülle von Erfahrung aus der NHL und bei Weltmeisterschaften mit. Nun steht die Frage im Raum: Kann Gottéron den Druck aushalten und ein weiteres Spiel in Davos gewinnen, um den Meistertitel zu erringen?
Ein Blick auf die Statistiken
Die Statistiken der ersten beiden Finalspiele sind ebenfalls aufschlussreich. Im ersten Spiel schoss Davos 33 Mal auf das Tor von Berra, während Fribourg lediglich 19 Torschüsse abgab. Im zweiten Spiel sah es ähnlich aus: Fribourg hatte 32 Torschüsse, während Davos nur 27 abfeuerte. Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutungen der Torhüterleistungen und den Einfluss von Taktik und Spielstrategie auf den Ausgang der Spiele.
Die spannende Finalserie hat bereits zahlreiche Geschichten hervorgebracht, und auch der frühere Gottéron-Spieler Dino Stecher wird oft als tragischer Held der Finals von 1992 bis 1994 erwähnt. Die Fans in Basel und darüber hinaus dürfen sich auf die kommenden Spiele freuen, denn die Spannung ist greifbar. Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der National League finden Sie auf kicker.de.