Heute ist der 11.07.2026 und in der Region Appenzell Ausserrhoden gibt es ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft: die Trinkwasserversorgung. Die gute Nachricht zuerst: Sie ist derzeit sichergestellt! Dank der Zusammenarbeit der Wasserversorgungen und der bereits bestehenden Verbundleitungen können wir uns auf unser kostbares Wasser verlassen. Doch trotz dieser positiven Entwicklung gibt es einen entscheidenden Hinweis, den wir alle beherzigen sollten: Ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser ist unerlässlich.

Das klingt vielleicht banal, aber jeder Tropfen zählt. Wer hätte gedacht, dass der Rasen nicht bewässert werden sollte? Und auch das Gießen von Gärten und Pflanzen muss wohlüberlegt sein – am besten frühmorgens oder abends, wenn die Sonne nicht lacht. Autos und Terrassen? Die sollten nicht mit Trinkwasser gereinigt werden. Und Pools sind auch kein Grund zur Sorglosigkeit – nachfüllen nur in Maßen. Wenn wir uns alle an solche Tipps halten, können wir gemeinsam einen wertvollen Beitrag leisten!

Praktische Tipps für den Alltag

Wie oft haben wir uns schon dabei erwischt, beim Zähneputzen den Wasserhahn laufen zu lassen? Zeit, das zu ändern! Schließen wir ihn einfach, wenn wir ihn nicht brauchen. Auch beim Duschen statt Baden können wir Wasser sparen – ein kleiner Schritt, der große Wirkung zeigt. Lebensmittel sollten wir nicht unter fließendem Wasser waschen, sondern in einer Schüssel. Und vergessen wir nicht, Wasch- und Geschirrspülmaschinen nur voll beladen zu starten. Das alles hilft, unsere Wasserreserven im Appenzellerland zu schonen.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf den tropfenden Wasserhähnen und Leckagen. Diese kleinen Übeltäter sollten schnellstmöglich behoben werden, denn jeder eingesparte Liter Trinkwasser zählt. Die Wasserversorgungen in der Region beobachten die Entwicklung laufend und stehen in engem Austausch, um die Trinkwasserversorgung auch weiterhin zu sichern.

Die Rolle des Kontaktgremiums Wasser AR

Ein wichtiger Bestandteil dieser Bemühungen ist das Kontaktgremium Wasser AR, das vom Amt für Umwelt ins Leben gerufen wurde. Es setzt sich aus verschiedenen Institutionen zusammen, wie dem Amt für Militär und Bevölkerungsschutz, der Assekuranz Appenzell Ausserrhoden und den Wasserversorgungen Grub, Herisau und Teufen. Dieses Gremium hat die Aufgabe, die öffentlichen Wasserversorgungen zu beraten und organisatorische sowie betriebliche Hilfsmittel zu erarbeiten.

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Leider gibt es auch Schattenseiten: Private Kleinstwasserversorgungen unterliegen in der Regel nicht den strengen Vorgaben des Gewässerschutzes. Das bedeutet, dass hier kein öffentlich-rechtlicher Quellenschutz besteht und die Qualität des Trinkwassers nicht von Amtes wegen überprüft wird. Private Eigentümer sind selbst verantwortlich – das kann manchmal ein bisschen beunruhigend sein.

Wasser – eine unersetzliche Ressource

Wir dürfen nicht vergessen, wie essenziell Wasser für unser Leben ist. Ohne Wasser kein Leben – das ist eine Binsenweisheit, die aber immer wieder in den Hintergrund rückt. Wasser spielt eine entscheidende Rolle in der Trinkwasserversorgung, der Landwirtschaft, der Energieerzeugung und sogar im Gütertransport. Gesunde Gewässer sind zudem wichtig für die Biodiversität. Doch Wasserknappheit und -verschmutzung bedrohen uns alle und können sogar wirtschaftliche und politische Stabilität beeinträchtigen.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem der Klimawandel uns vor neue Herausforderungen stellt. Häufigere Hitze- und Dürreperioden sind nur einige der Folgen, die wir bereits spüren. Nur etwa 3 % der weltweiten Wasserreserven sind Süßwasser, und ein Großteil davon ist in Eis und Schnee gebunden. Es ist alarmierend zu wissen, dass etwa 50 % der Weltbevölkerung saisonal unter schwerer Wasserknappheit leiden. Das sind Zahlen, die uns zum Nachdenken anregen sollten.

Das Bundesprogramm „Wasser: N“ in Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserforschung zu fördern und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Hierbei stehen sauberes Wasser, intakte Ökosysteme und ressourceneffiziente Wasserkreisläufe im Fokus. Innovative Ansätze und internationale Zusammenarbeit sind notwendig, um den Herausforderungen der Wasserkrisen zu begegnen. Wir alle sind gefordert, unseren Teil dazu beizutragen.