Zukunftshelden: Appenzeller Absolventen feiern ihre Erfolge in sozialen Berufen
Heute ist der 10.07.2026 und in Appenzell Ausserrhoden gibt es Grund zur Freude! Über 100 junge Berufsleute aus der Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein haben ihre Ausbildung als Fachpersonen Betreuung erfolgreich abgeschlossen. Eine stolze Leistung, die in der St. Galler Linsebühl-Kirche gebührend gefeiert wurde. Thomas Kuster, der Rektor des St. Galler Berufs- und Weiterbildungszentrums für Gesundheits- und Sozialberufe (BZGS), überreichte den Absolventen mit einem Lächeln und einer Rose ihre Fähigkeitsausweise. Ein feierlicher Moment, der in der Luft hing – die Aufregung, die Freude, ja sogar eine Prise Nervosität. Schade nur, dass einige Absolventen aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtungen nicht teilnehmen konnten. Aber hey, das Leben geht weiter!
Unter den stolzen Absolventen war auch Jon Durï Gantenbein, der seine praktische Prüfung in der Kita Waldstatt mit einer beeindruckenden Note von 5,7 abgeschlossen hat. Respekt! Ein schöner Beweis dafür, dass harte Arbeit und Engagement sich auszahlen. Kuster hielt eine inspirierende Ansprache, in der er die Leistungen der jungen Fachkräfte lobte und an die Bedeutung ihrer Arbeit erinnerte. Schließlich sind sie es, die sich um unsere Kleinsten kümmern und dafür sorgen, dass diese in einer liebevollen und unterstützenden Umgebung aufwachsen können.
Ein Blick auf die Zahlen
Von den mehr als 100 Absolventen stammen 21 aus dem Appenzellerland oder wurden dort ausgebildet. Ein echter Grund zur Freude für die Region! Auch 19 weitere junge Menschen mit Wohn- oder Arbeitsort im Appenzellerland haben die Ausbildung in der Fachrichtung Menschen mit Beeinträchtigung erfolgreich abgeschlossen. Und das Beste: In beiden Fachrichtungen wurden auch Männer ausgebildet, was einen Anteil von 25 Prozent ausmacht. Das ist zwar nicht viel, aber es zeigt, dass die Männer in diesen Berufen durchaus Fuß fassen können.
Soziale Berufe sind in der Regel stark von Frauen geprägt. Laut dem Berufsbildungsbericht 2025 liegt der Frauenanteil unter den Azubis im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen bei knapp 75 %. Das bedeutet, dass Männer in diesem Bereich oft bessere Chancen auf Ausbildungsplätze oder Jobs haben, da sie unterrepräsentiert sind. Viele Einrichtungen streben eine gemischtere Teamzusammensetzung an, was die Vielfalt und Dynamik in der Arbeit fördert.
Ein wachsender Bedarf an Fachkräften
Die Nachfrage nach Fachkräften in Kitas, Pflegeeinrichtungen und sozialen Diensten wächst stetig. Mit der zunehmenden Zahl älterer Menschen wird die Notwendigkeit, gut ausgebildetes Personal zu haben, immer wichtiger. Es ist ein klarer Trend: Pflege- und Erziehungsberufe gehören laut Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit zu den Berufen mit dem größten Fachkräftemangel. Wer jetzt eine Ausbildung in diesem Bereich startet, hat nicht nur hohe Jobchancen, sondern auch sichere Arbeitsplätze und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Das reicht von Weiterbildungen über Leitungspositionen bis hin zu Studiengängen.
Die Absolventen von heute sind die Fachkräfte von morgen. Sie stehen an der Schwelle zu einer beruflichen Zukunft, die nicht nur herausfordernd, sondern auch unglaublich erfüllend sein kann. Ein Hoch auf die neuen Fachpersonen Betreuung und auf all die, die sie auf ihrem Weg unterstützt haben!
