Die Sonne knallt, die Temperaturen steigen – und das hat seine Schattenseiten. Die anhaltende Warmwetterperiode führt in Innerrhoden zu einer beunruhigenden Trockenheit. Das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz hat deshalb eindringlich vor der Waldbrandgefahr gewarnt. Eine brennende Zigarette oder auch nur der Funkenflug von einem Grillfeuer können in diesen Tagen zu verheerenden Bränden führen. Daher ist besondere Vorsicht geboten!

Der Fachstab Trockenheit hat die Waldbrandgefahr für Appenzell Innerrhoden auf Stufe 3 gesetzt – das bedeutet „erhebliche Waldbrandgefahr“. Ab dem kommenden Samstag, dem 27. Juni, wird es daher ein Feuerverbot im Wald sowie bis zu 200 Meter zum Waldrand geben. Dies gilt nicht nur für Lagerfeuer, sondern auch für Grillfeuer. Die Bevölkerung wird gebeten, ihre Grillfeuer ausschließlich in bestehenden Feuerstellen zu entzünden und diese vor dem Verlassen gründlich zu löschen. Ein bisschen mehr Achtsamkeit ist jetzt gefragt, denn Feuer müssen immer beobachtet werden, und bei Funkenwurf ist sofortiges Löschen angesagt.

Waldbrandgefahrenindex im Blick

Die Situation ist nicht nur hierzulande angespannt. Der Waldbrandgefahrenindex zeigt in fünf Stufen, wie hoch die Gefahr eines Waldbrandes ist: von sehr geringer Gefahr (Stufe 1) bis hin zu sehr hoher Gefahr (Stufe 5). Man könnte sagen, die Extreme sind in den letzten Jahren immer näher gerückt. Während in einigen Regionen bereits die Stufen 4 und 5 erreicht werden, bleibt es in anderen Gebieten noch relativ ruhig. Doch das kann sich schnell ändern! Bei weiter anhaltend heißem und trockenem Wetter könnte die Gefahrenstufe in Innerrhoden sogar auf 4 steigen.

Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass auch in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel in Baden-Württemberg und Bayern, die Waldbrandgefahrenindices alarmierend hoch sind. In Freudenstadt etwa wird bereits eine Stufe 5 gemeldet. Das Augenmerk liegt also sowohl auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen als auch auf den Maßnahmen der Behörden, die zur Sicherheit aller beitragen sollen. Die Entscheidung über ein absolutes Feuerverbot liegt letztlich bei der Standeskommission, und die wird sicher nicht leichtfertig handeln.

Verantwortungsvoll mit Feuer umgehen

Ein paar einfache Regeln helfen, die Gefahr von Waldbränden zu minimieren: Raucherwaren und Zündhölzer müssen vor dem Wegwerfen gelöscht werden. Und wenn man ein Grillfeuer entfacht, sollte man immer ein wachsames Auge darauf haben. Schließlich kann eine kleine Unachtsamkeit bereits ausreichen, um einen Waldbrand zu entfachen. Die Natur ist empfindlich – und wir haben die Verantwortung, sie zu schützen.

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Der Waldbrandgefahrenindex und die Warnungen der Landesbehörden sind unverzichtbare Instrumente, um die Bevölkerung zu informieren und vor Gefahren zu schützen. Wer sich über die aktuellen Gefahrenstufen informieren möchte, findet auf den Internetseiten der Landesforstbehörden viele nützliche Informationen. Man sollte diese Hinweise ernst nehmen – schließlich geht es um unser aller Sicherheit.

Lasst uns also verantwortungsvoll mit dem Feuer umgehen! Die Natur und unsere Wälder werden es uns danken.