Am 27. Juni 2026 sorgt eine Nachricht für Aufsehen im Kanton Appenzell Ausserrhoden: Thorsten Friedel, der Gemeindepräsident von Schönengrund, hat seinen Rücktritt zum Ende Mai 2027 eingereicht. Das kommt überraschend, denkt man an die sieben Jahre, die er als Präsident tätig war. Diese Zeit beschreibt er als wertvolle Erfahrung und persönliche Bereicherung. Doch die Herausforderungen, die sich aus der Kombination seiner Rolle als Firmeninhaber und Gemeindepräsident ergeben, scheinen schwerer gewogen zu haben als gedacht. Die zeitlichen Belastungen waren einfach zu hoch, und das hat ihn letztlich zu diesem Schritt bewegt.

Sein letzter Amtstag wird der 31. Mai 2027 sein, und bis dahin hat er sich vorgenommen, aktiv an Projekten und Aufgaben mit dem Gemeinderat und der Verwaltung zu arbeiten. „Ich ermutige die Einwohner, sich für ein solches Amt zur Verfügung zu stellen“, sagt Friedel. Verantwortung zu übernehmen, sei wichtig – das sind klare Worte, die zum Nachdenken anregen.

Ein Blick auf das Amtsblatt

In der Zwischenzeit hat sich auch das Amtsblatt des Kantons Appenzell Ausserrhoden weiterentwickelt. Seit Juli 2020 erscheint es digital und ist über das externe Portal amtsblatt.ar.ch zugänglich. Die amtlichen Publikationen sind kostenlos und ohne Login zu recherchieren, was die Zugänglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger fördert. Wer die neuesten Informationen bequem per E-Mail erhalten möchte, kann sich individuell zusammengestellte Rubriken oder das gesamte Amtsblatt abonnieren – alles ohne Kosten.

Ein zusätzlicher Service für die, die keinen Internetzugang haben: Auf Wunsch wird ein Ausdruck des Amtsblattes zum Selbstkostenpreis bereitgestellt. Diese Ausdrücke werden dann jeweils am Freitag per Post versandt. Das ist doch eine praktische Lösung, oder? Für weitere Informationen steht die Materialzentrale unter der E-Mail-Adresse materialzentrale@clutterar.ch oder telefonisch unter +41 71 353 67 82 zur Verfügung.

Die Belastungen der Gemeindepräsidenten

Die Rücktritte von Gemeindepräsidenten sind im Kanton Appenzell Ausserrhoden kein Einzelfall. In einer Region, in der der öffentliche Druck oft hoch ist, haben auch andere Gemeindepräsidenten nach kurzer Amtszeit aufgegeben. Viele berichten von einer Unterschätzung der Anforderungen und dem enormen Druck, der auf ihnen lastet. Es wurde sogar von 750 Stunden Mehrbelastung während der Corona-Zeit gesprochen. Der Stress und die Herausforderungen, die damit einhergingen, sind nicht zu unterschätzen.

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Es bleibt zu hoffen, dass Thorsten Friedels Rücktritt nicht das letzte Wort ist. Vielleicht regt er andere an, sich ebenfalls für das Amt des Gemeindepräsidenten zu interessieren. In einer Zeit, in der die Gemeinden mehr denn je auf engagierte und verantwortungsbewusste Personen angewiesen sind, könnte sein Aufruf ein wichtiger Anstoß sein.