Abschlussfeier mit Sentiment und Stolz: Ein neuer Lebensweg für die Kantonsschule Trogen
Am 26. Juni 2026 war es endlich so weit: Die Absolventinnen und Absolventen der Kantonsschule Trogen feierten einen bedeutenden Schritt in ihrem Leben. Unter dem strahlenden Blick der Regierungsrätin Susann Metzger, die die herzlichen Glückwünsche der Regierung von Appenzell Ausserrhoden überbrachte, durften insgesamt 28 Lernende der Fachmittelschule ihren Fachmittelschulausweis entgegennehmen. Auch 25 Absolventinnen und Absolventen, die mit der Fachmaturität nun das Tor zur Hochschulbildung aufstoßen, waren unter den Feiernden.
Ein besonderes Augenmerk lag auf den sechs Schülerinnen und Schülern der Wirtschaftsmittelschule, die zum letzten Mal die Berufsmaturität verliehen bekamen. Diese Schule hat eine beeindruckende 129-jährige Tradition und wird nun geschlossen – da kann man schon mal sentimental werden. Rektorin Elisabeth Steger ergriff die Gelegenheit, in ihrer Ansprache die Bedeutung der Bildung für das kritische Denken sowie die persönliche Entwicklung zu betonen. Es ist wichtig, dass junge Menschen nicht nur Wissen anhäufen, sondern auch lernen, es anzuwenden und eigene Urteile zu fällen.
Auszeichnungen und Feierlichkeiten
Besondere Ehrungen gab es auch für die besten Leistungen: Leonard Andermatt aus Teufen und Laurenz Lewandowski aus Herisau schnitten in der Berufsmaturität mit einem Notendurchschnitt von 5,05 ab und durften sich über einen Preis von 300 Franken, gesponsert von der UBS, freuen. Cécile Koster aus Appenzell, die mit 5,46 die beste Fachmittelschulausbildung vorweisen kann, wurde vom Kantonsschulverein Trogen ausgezeichnet. Und nicht zu vergessen: Mona Näf, die für ihre Fachmaturität mit einem Durchschnitt von 5,4 einen Preis des Rotary Clubs Appenzell erhielt. Da hat sich das Lernen wirklich gelohnt!
Die Abschlussfeier wurde von musikalischen Beiträgen und persönlichen Wortmeldungen bereichert, die die festliche Stimmung nur noch verstärkten. Besonders kreativ war der Abschlussjahrgang, der eine umgetextete Version des Songs „Hall of Fame“ von The Script präsentierte – das sorgte für Gänsehaut und Mitsingen im Publikum.
Bildung im Wandel
Doch was bedeutet diese Feier eigentlich für die Absolventen? Der Weg zur Hochschulreife ist in der Schweiz, wie in vielen Ländern, ein bedeutender Schritt. Die Maturitätsschule, je nach Kanton auch Gymnasium oder Kantonsschule genannt, hat das Ziel, grundlegende Kenntnisse zu vermitteln und die geistige Offenheit sowie das selbstständige Urteilsvermögen zu fördern. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre und bietet eine breite Palette an Fächern, von Sprachen über Naturwissenschaften bis hin zu musischen Fächern.
Die Absolventen haben nun die Möglichkeit, an Hochschulen zu studieren, sei es an Universitäten oder Fachhochschulen. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten der Hochschulreife, wie der Allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife. Mit etwas Glück und dem richtigen Engagement stehen ihnen nun alle Türen offen – und das nicht nur für akademische Laufbahnen. Auch berufliche Ausbildungen sind möglich, die oft zu mehreren Abschlüssen führen können. Wer hätte gedacht, dass man mit einem guten Abitur sogar Kauffrau oder Kaufmann im Einzelhandel werden kann?
In einer Zeit, in der Bildung ständig im Wandel ist, bleibt eines sicher: Die Investition in Wissen zahlt sich immer aus. Und egal, wo der Weg nach dieser Feier hinführt – die Erfahrungen, die Freundschaften und das Wissen, das diese jungen Menschen gesammelt haben, werden sie ein Leben lang begleiten.
