In den letzten Wochen hat sich in Teufen einiges an den Bäumen getan – und zwar nicht nur auf den Waldlichtungen! Der Zusammenschluss von Forstbetrieben, ein Thema, das viele hierzulande beschäftigt, steht auf der Agenda. Teufen zeigt sich grundsätzlich offen für eine Fusion, doch die aktuellen Rahmenbedingungen lassen einen solchen Schritt vorerst im Nebel verschwinden. Warum? Nun, die organisatorischen Unterschiede zwischen den einzelnen Forstbetrieben sind nicht zu übersehen.

Die Schnittstellen zwischen Forstbetrieb und Gemeinde variieren stark, was die Aufgabenverteilung betrifft. Man könnte sagen, es ist ein bisschen wie beim Kochen: Jeder hat sein eigenes Rezept, und das lässt sich nicht einfach zusammenmischen. Es gibt sogar Forstbetriebe, die Dienstleistungen in anderen Bereichen anbieten, die nicht ohne Weiteres übernommen werden können. Eine Angleichung der Rahmenbedingungen wäre also notwendig, bevor man sich auf die Suche nach einem gemeinsamen Topf macht. Ein Vorschlag, den Zusammenschluss vorschnell zu beschließen und die Harmonisierung danach umzusetzen, wurde zwar auf den Tisch gelegt, doch als zu riskant erachtet.

Herausforderungen und Chancen

Das große Fragezeichen bleibt: Wie lange wird es dauern, die nötigen Bedingungen zu schaffen? Die Vorteile eines gemeinsamen Forstbetriebs sind hingegen klar auf der Hand. Eine Verbesserung der personellen Situation ist dringend erforderlich, da die Suche nach qualifiziertem Personal eine echte Herausforderung darstellt. Man denkt dabei an die Sicherheit im Wald – schließlich möchte niemand, dass der Baumfäller aus Versehen beim Holzernteprozess ausrutscht. Außerdem könnte man Synergien bei Maschinen und Inventar nutzen und die Marktchancen als größerer Anbieter verbessern.

Ein wenig Lichtblick gibt es aber schon: Die Zusammenarbeit zwischen den Forstbetrieben funktioniert bereits gut. Der Entscheid über das Magazin des Teufner Forstbetriebs hat übrigens keinen direkten Einfluss auf die Räumlichkeiten oder die Organisation. Und keine Sorge, der Verkauf der Schnitzel bleibt ebenfalls unverändert! Das ist ja auch ein kleiner Trost für die, die sich auf die köstlichen Leckereien freuen.

Die rechtlichen Grundlagen

Doch wie sieht das Ganze rechtlich aus? Laut § 15 des entsprechenden Gesetzes gibt es verschiedene Arten forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse, wie Forstbetriebsgemeinschaften und Forstbetriebsverbände. Diese Zusammenschlüsse sollen die Bewirtschaftung von Waldflächen verbessern und umfassen eine Vielzahl von Aufgaben, angefangen bei der Abstimmung von Betriebsplänen bis hin zur Durchführung von Holzeinschlägen. Um als Forstbetriebsgemeinschaft anerkannt zu werden, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, wie mindestens sieben Mitglieder und eine Satzung, die bestimmte Bestimmungen enthält. Das klingt nach einer Menge Bürokratie, nicht wahr?

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Aber Moment – es gibt gute Nachrichten! Eine Umfrage der AGDW hat ergeben, dass viele Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse großes Interesse an innovativen Geschäftsfeldern zeigen. Rund 200 Betriebe wurden befragt, und überraschenderweise halten 66 Prozent der Befragten forstliche Dienstleistungen für „sehr interessant“. Auch Umweltprojekte und Windenergie im Wald stehen hoch im Kurs. Das zeigt, dass die Forstwirtschaft sich nicht nur um Holz dreht, sondern auch um zukunftsorientierte Alternativen.

So bleibt zu hoffen, dass die Forstbetriebe in Teufen und Umgebung bald die nötigen Schritte unternehmen, um die Rahmenbedingungen zu schaffen, die für einen erfolgreichen Zusammenschluss notwendig sind. Denn am Ende profitiert nicht nur der Wald, sondern auch die gesamte Region von einer gut organisierten und nachhaltig wirtschaftenden Forstwirtschaft. Und das ist doch das, was wir uns alle wünschen!