In einer Welt, die oft hektisch und überwältigend erscheint, ist es nicht immer einfach, die Unterstützung zu finden, die man braucht. Das wissen auch die Menschen in Basel und Umgebung nur zu gut. Doch jetzt gibt es eine neue, hilfreiche Plattform – «find help». Diese innovative Initiative unterstützt alle Einwohnerinnen und Einwohner bei der Suche nach Hilfs- und Unterstützungsangeboten in über 20 Sprachen. Das Beste daran? Die Nutzung ist kostenlos und anonym!

Die Themen, die hier behandelt werden, sind vielfältig und reichen von psychischer Gesundheit über Familienfragen bis hin zu Sucht und finanziellen Schwierigkeiten. Gerade in Zeiten persönlicher Krisensituationen ist es unerlässlich, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Entwickelt wurde die Plattform durch das Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit, und sie ist mittlerweile Teil des gemeinsamen Kantonalen Aktionsprogramms zur Förderung der psychischen Gesundheit in den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden.

Eine Brücke zur Hilfe

Besonders bemerkenswert ist die technische Erweiterung der Plattform, die es ermöglicht, die Benutzeroberfläche und die Angebotsbeschreibungen automatisch zu übersetzen. Die Sprache passt sich dabei an die Einstellungen des Internetbrowsers an, kann aber auch manuell geändert werden. So findet man schnell die Informationen, die man braucht. Die Sichtbarkeit der Sprachen, in denen Angebote durchgeführt werden, sowie die Verfügbarkeit von Dolmetschdiensten sind zusätzliche Pluspunkte. Eine Wohnortssuche zeigt Angebote basierend auf der eingegebenen Postleitzahl an – das ist einfach genial!

Die Plattform hat sich als gemeinsame Ressource für alle Partnerkantone und Regionen etabliert. Das Ziel ist es, bestehende Angebote einfacher zugänglich zu machen, ohne dabei neue Angebote zu schaffen. Eine erfreuliche Nachricht ist, dass die Plattform den 3. Platz in der Kategorie «Gesundheit 4.0» von der Internationalen Bodensee-Konferenz erhalten hat. Zugang findet man über die kantonalen Einstiegsseiten oder das Hauptportal. Ein wahrer Schatz für alle, die Unterstützung suchen!

Gemeinden und Kantone im Einklang

Doch wie steht es um die Verantwortung der Kantone und Gemeinden in der Gesundheitsversorgung? Hier kommen die lokalen Strukturen ins Spiel. Die Kantone sind für die Umsetzung von Maßnahmen in der Gesundheitsversorgung sowie der Gesundheitsförderung und Prävention zuständig. Gemeinden spielen eine zentrale Rolle beim Schutz und der Förderung der psychischen Gesundheit. Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH) fungiert dabei als zentrale Brücke zwischen Bund, Kantonen und der Praxis, unterstützt durch kantonale Aktionsprogramme und Sensibilisierungskampagnen.

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NGOs, Netzwerke und Fachverbände sind ebenfalls wichtig, da sie nah an den Zielgruppen arbeiten und die Umsetzung sowie Vernetzung fördern. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat hier eine unterstützende Rolle und kümmert sich um Vernetzungs- und Koordinationsarbeit auf nationaler Ebene. Psychische Gesundheit ist ein entscheidendes Thema, das von allen Akteuren ernst genommen wird.

Vielfalt der Ansätze

In der Fachzeitschrift „Health Promotion International“ wird regelmäßig über Innovationen im Bereich Gesundheitsförderung berichtet. Sie bietet einen Raum für Artikel aus unterschiedlichsten Sektoren – von Bildung bis hin zu Gemeinschaftsnetzwerken. Hier finden sich spannende Ansätze, die über den Tellerrand hinausblicken und zeigen, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit ist. Die Publikation hat sich als wertvolle Ressource etabliert, die auch aktuelle Themen wie die COVID-19-Pandemie behandelt.

Es ist beeindruckend zu sehen, wie vielschichtig das Thema psychische Gesundheit behandelt wird. Die Vielfalt an Ansätzen und Angeboten unterstreicht, wie wichtig es ist, dass jeder Mensch die Hilfe bekommt, die er oder sie braucht. Dank Plattformen wie «find help» wird diese Hilfe etwas greifbarer, und die Menschen in Basel finden möglicherweise genau die Unterstützung, die sie suchen.