Heute ist der 21.05.2026 und wir schauen uns mal das Hotel Heiden an, das im vorigen Jahr mit 7,63 Millionen Franken den höchsten Umsatz seiner Geschichte erzielt hat. Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte, oder? Leider sieht die Realität etwas anders aus. Trotz dieser Rekordzahlen hat das Hotel einen Jahresverlust von rund 499.000 Franken gemacht. Das ist schon eine harte Nuss, vor allem, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Auslastung von 70% auf 67% gesunken ist. Da fragt man sich: Wo liegt das Problem?

Eines der größten Sorgenkinder scheint die Gastronomie des Hotels zu sein – die hat sich nämlich besonders schwach entwickelt. Gleichzeitig sind die Personalkosten um fast 400.000 Franken auf 4,25 Millionen Franken gestiegen. Und das ist nicht einfach nur eine Zahl. Derartige Steigerungen müssen irgendwo herkommen und werfen einen Schatten auf die wirtschaftliche Effizienz. Die Personalkostenquote, also das Verhältnis der gesamten Personalkosten zum Umsatz, ist in der Hotellerie ein entscheidender Faktor. Ein Anstieg dieser Quote – wie wir ihn hier sehen – deutet oft auf sinkende Effizienz hin. So eine Rechnung sieht dann etwa so aus: Wenn der Umsatz 7,63 Millionen Franken beträgt und die Personalkosten bei 4,25 Millionen Franken liegen, dann ergibt sich eine Personalkostenquote von etwa 55,8%. Das ist deutlich über der optimalen Quote von 30 bis 45% für die Gastronomie.

Ein neuer Kurs für das Hotel Heiden

Die Situation hat auch dazu geführt, dass der Verwaltungsrat eine umfassende Mitarbeitendenbefragung durchführte, die einige Defizite in der Führung und Organisation aufdeckte. Und das hat Konsequenzen gehabt: Direktorin Beatrice Forster musste ihren Platz räumen. Im März 2026 wurde Jens Fischer als neuer Direktor und Gastgeber ernannt. Man darf gespannt sein, wie er die Dinge in die Hand nimmt. Vielleicht bringt er frischen Wind ins Hotel und kann die Sorgen um die Personalkosten und die sinkende Auslastung angehen.

Was könnte Jens Fischer tun? Nun, eine gute Dienstplanung ist in der Gastronomie das A und O. Optimal besetzte Schichten können helfen, die Personalkostenquote in den Griff zu bekommen. Wenn zu viele Mitarbeitende in ruhigen Zeiten im Restaurant stehen, steigen die Kosten ohne Umsatz. Auf der anderen Seite kann zu wenig Personal in Stoßzeiten zu Stress und Umsatzverlusten führen – ein echter Drahtseilakt, den es zu meistern gilt!

Ein Blick in die Zukunft

Das Hotel Heiden hat sich anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums auch einen neuen Marktauftritt verpasst. Bei der Fußball-Europameisterschaft logierte sogar die französische Frauen-Nationalmannschaft im Hotel. Das muss ein echter Höhepunkt gewesen sein! Doch nicht alles war Gold, was glänzt. Die exklusive Schließung in der Hauptsaison wurde nicht nur positiv aufgenommen, und das Pop-up-Restaurant «Chez Henry» musste nach wenigen Wochen wieder schließen. Man fragt sich: Was läuft da schief? Vielleicht ist das Konzept einfach nicht aufgegangen.

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Für das Jahr 2026 plant das Hotel Heiden gemeinsam mit Appenzellerland Tourismus die Einführung der Appenzeller Ferienkarte. Gäste, die mindestens drei Nächte bleiben, sollen kostenlose Zusatzangebote und die An- und Rückreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb der Schweiz gratis erhalten. Ein verlockendes Angebot, das die Gäste vielleicht wieder ins Hotel locken könnte. Es bleibt spannend, ob diese neuen Strategien helfen können, den Kurs zu ändern und die wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Das Hotel Heiden hat alle Möglichkeiten, sich neu zu erfinden – jetzt muss nur noch die Umsetzung stimmen!