Am Dienstag, dem 20. Mai 2026, machte sich der britische Botschafter James Squire auf den Weg nach Appenzell Ausserrhoden. Eingeladen von Ständerat Andrea Caroni, nutzte Squire die Gelegenheit, um die Schönheit und die kulturellen Schätze des Kantons hautnah zu erleben. Das Henry-Dunant-Museum in Heiden war der erste Halt, wo er in die Geschichte des Roten Kreuzes eintauchte und dabei die inspirierende Atmosphäre des Ortes aufsog.
Bei einer herzlichen Übergabe der Kantonsflagge durch Landammann Hansueli Reutegger wurde Squire auf die lokale Verbundenheit mit Grossbritannien aufmerksam gemacht. Besonders charmant war die Begrüßung des Schulchors der Kantonsschule Trogen, der das Appenzeller Lied „Det äne am Bärgli“ anstimmte. Herrlich, wie Musik Brücken zwischen Kulturen schlagen kann! Hier sprach Squire auch mit Schülerinnen und Schülern, beantwortete neugierige Fragen und stellte sich einer Challenge zu Schweizer Stereotypen – mit bunten grünen und roten Fahnen, die die Diskussion lebhaft hielten.
Ein weiterer Stop in Arlesheim
Doch damit nicht genug! Am Dienstagabend folgte ein Besuch in Arlesheim, wo Squire nach seinem Abstecher in Augusta Raurica die beeindruckenden Klänge des Arlesheimer Doms hörte. Die Organisten David Blunden und Markus Schwenkreis führten durch die Geschichte dieses architektonischen Meisterwerks und verwöhnten die Anwesenden mit fesselnden Orgelstücken. Squire war sichtlich beeindruckt von der kulturellen Vielfalt, die die Schweiz bietet – ein Land, das wie kein anderes die Unterschiede zwischen den Regionen zelebriert.
Die Gespräche mit Gemeindepräsident Markus Eigenmann und anderen lokalen Persönlichkeiten zeigten, wie wichtig Squires Mission ist: Die Beziehungen zwischen Grossbritannien und der Schweiz, vor allem nach dem Brexit, zu stärken. Ein Freihandelsabkommen steht aktuell auf der Agenda, und Squire hat die Aufgabe, herauszufinden, wie Großbritannien am besten mit der Schweiz zusammenarbeiten kann. Während seiner Amtszeit, die im Januar 2023 begann, hat er bereits zehn Kantone besucht und plant, alle 26 Kantone zu bereisen. Ja, da hat er sich wirklich viel vorgenommen!
Hintergrund und Bedeutung
Ein solcher Besuch wird nicht einfach so veranstaltet. Offizielle Besuche in der Schweiz werden vom Protokoll des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten organisiert. Hier wird alles genau geregelt, um den Gästen einen reibungslosen und respektvollen Aufenthalt zu gewährleisten. Sei es ein Staatsbesuch oder ein weniger formeller Arbeitsbesuch – das Protokoll sorgt dafür, dass alles nach Plan verläuft. Und während Squire durch die Schweiz reist, ist er nicht nur ein Botschafter, sondern auch ein Botschafter des guten Willens. Seine Besuche sind eine wunderbare Möglichkeit, die langjährige Partnerschaft zwischen Grossbritannien und der Schweiz zu fördern, die bereits durch den Freundschafts-, Handels- und Niederlassungsvertrag von 1855 gefestigt ist.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie die aktuelle Entwicklung der internationalen Beziehungen zwischen diesen beiden Nationen voranschreitet. Squire selbst äußerte Zuversicht über die zukünftige Entwicklung und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Ein faszinierendes Unterfangen, das nicht nur die diplomatischen Beziehungen stärkt, sondern auch die Herzen der Menschen in beiden Ländern näher zusammenbringt.