Heute ist der 21.05.2026 und in Appenzell Ausserrhoden tut sich was! Ein spannendes Projekt hat die Jägerinnen und Jäger der Region zusammengebracht, um etwas Gutes für die Natur zu tun. Felix Eberhard, der kantonale Hegeobmann, führte die Gruppe in den Stosswald, wo alte Zäune abgebaut wurden. Und ich sag’s euch, das war kein Zuckerschlecken – die Zäune waren aus allem Möglichen: Stacheldraht, Maschendraht, Weidenetze und sogar alte Pschötirohre. Man kann sich vorstellen, wie viel Arbeit das war!
Die Aktion war jedoch von großer Bedeutung, denn diese alten Zäune sind nicht nur eine unschöne Sache, sie stellen auch eine ernsthafte Gefahr für Wildtiere dar. Flexible Weidenetze können Wildtiere daran hindern, den Wald zu verlassen, was zu Wildverbiss führen kann. Und das will ja niemand! In Appenzell Ausserrhoden gibt es zwar keine generelle Pflicht zur Entfernung von Stacheldraht, aber die Jägerinnen und Jäger zeigen hier, dass es auch anders geht. Freiwilligkeit ist das Stichwort, und diese Gruppe hat es mit vollem Einsatz und viel Herzblut angepackt.
Gemeinsames Engagement und leckeres Essen
Die Ausbildung der Neumitglieder des Patentjägervereins AR ist ebenfalls erwähnenswert. Während ihrer Ausbildung müssen die angehenden Jägerinnen und Jäger mindestens 100 Hegestunden leisten. Und das Ganze passiert unter Anleitung erfahrener Fachpersonen und Jäger. Nach einem langen Tag im Wald, wo gemeinsam mit zehn anderen Jägerinnen und Jägern geschuftet wurde, ließ es sich Thomas Roth nicht nehmen, im Battenhaus ein leckeres Mittagessen zuzubereiten – heißer Fleischkäse und selbstgemachter Pastasalat. Nach all der Arbeit war das ein wahrer Genuss, der nicht nur den Magen füllte, sondern auch die Gemeinschaft stärkte.
Und um den Tag perfekt abzurunden, gab es noch einen selbstgemachten Schokoladenkuchen mit Kaffee. Ich kann mir die Gesichter der Teilnehmer gut vorstellen – nach all dem geschafften Schweiß ein Stück Kuchen, das ist einfach der Himmel auf Erden! Ein lehrreicher und anregender Tag, an dem nicht nur die Natur, sondern auch das Miteinander im Vordergrund stand.
Die Herausforderungen des Wildtiermanagements
Doch während wir hier über die Erfolge sprechen, sollten wir die Herausforderungen im Wildtiermanagement nicht vergessen. Diese sind nicht zu unterschätzen und oft konfliktbeladen. Einige Tierarten, wie das Auerhuhn, stehen kurz vor dem Verschwinden, während andere, wie der Rotfuchs, immer zahlreicher werden. Die Akzeptanz für verschiedene Arten variiert stark: Während Feldhasen als sympathisch gelten, bringen Wildschweine oft Schäden mit sich und stehen im Verdacht, Krankheiten zu verbreiten. Und die Kormorane? Die sind nicht gerade beliebt, das kann man sagen.
Ein weiteres großes Problem sind die nicht-heimischen Arten, wie der Waschbär, die die heimische Fauna bedrohen. Die Wildtierlebensräume schrumpfen durch Flächenverbrauch und die Zerschneidung der Landschaft immer mehr. Wir sprechen hier von einem echten Kampf um den Lebensraum – auch durch den Ausbau der Windenergie und touristische Infrastruktur, die in bisher wenig gestörte Lebensräume eindringen. Die Naturtourismus-Aktivitäten stören zunehmend die Wildtiere und fordern ein Umdenken. Es wird klar, dass ein professionelles und nachhaltiges Wildtiermanagement nötig ist, um all diesen Herausforderungen gerecht zu werden.
Eine Allianz verschiedener Akteure und Institutionen ist unverzichtbar, um die Wildtiere und deren Lebensräume zu schützen. Das JWMG bietet dazu die rechtlichen Grundlagen für das Wildtiermanagement als öffentliche Aufgabe. Ein komplexes, aber essentielles Thema, das uns alle angeht – von den Jägerinnen und Jägern über die Naturschützer bis hin zu jedem, der einen Spaziergang im Wald macht.