Der Kanton Appenzell Ausserrhoden setzt ein starkes Zeichen für die kulturelle Vielfalt und Grundversorgung. In der Förderperiode von 2022 bis 2025 stehen wichtige Anpassungen an, die die veränderten Rahmenbedingungen und strategischen Prioritäten berücksichtigen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Stärkung von Bibliotheken als Bildungs- und Begegnungsorte, die für die Gemeinschaft von unschätzbarem Wert sind. Zudem wird die differenzierte Förderung von Museen nicht nur fortgeführt, sondern auch die soziale Sicherheit von Kulturschaffenden wird unterstützt.
Insgesamt wurden für den Bereich Museen 507.200 Franken bereitgestellt, um gemeinsame Projekte und koordinierende Kommunikationsmaßnahmen zu fördern. Folgende Museen erhalten weiterhin Förderungen: das Appenzeller Brauchtumsmuseum Urnäsch, das Museum Herisau, das Henry-Dunant-Museum Heiden, das Museum für Lebensgeschichten Speicher und das Zeughaus Teufen. Neu wurde eine Leistungsvereinbarung mit dem Museum Heiden abgeschlossen, während das Appenzeller Volkskunde-Museum Stein für die Jahre 2026 und 2027 einen Entwicklungsbeitrag von 110.000 Franken erhält.
Unterstützung für Bibliotheken und Kulturinstitutionen
Die vier Regionalbibliotheken in Heiden/Grub, Herisau, Speicher-Trogen und Teufen dürfen sich über eine jährliche Förderung von insgesamt 76.800 Franken freuen, was eine Erhöhung seit 2008 darstellt. Darüber hinaus erhalten acht weitere Kulturinstitutionen Leistungsvereinbarungen mit einem Gesamtbetrag von 312.000 Franken jährlich. Dazu gehören unter anderem der Appenzeller Blasmusikverband, das Appenzeller Kammerorchester und die Appenzeller Kulturkonferenz. Die Institutionen, die soziale Sicherheit für Kulturschaffende unterstützen, profitieren ebenfalls von erhöhten Beiträgen.
Sechs ausserkantonale Institutionen, darunter das Open Art Museum St. Gallen und das Textilmuseum St. Gallen, erhalten jährlich insgesamt 83.500 Franken. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass alle Leistungszusagen unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kantonsrats zu den notwendigen Mitteln im Voranschlag stehen.
Ein breites kulturelles Spektrum
Die Kulturförderung in der Schweiz obliegt hauptsächlich den Kantonen, während der Bund subsidiär unterstützt. Gemäß dem Kulturförderungsgesetz fördert der Bund Kunst- und Kulturschaffen in verschiedenen Bereichen, darunter die Nachwuchsförderung und den Austausch zwischen kulturellen Gemeinschaften. Die Kulturbotschaft, die alle vier Jahre vom Parlament verabschiedet wird, legt die Einzelheiten zur Finanzierung der Kulturförderung fest und unterstützt eine Strategie, die Kreation, Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert.
Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, günstige Rahmenbedingungen für Kulturschaffende zu schaffen, um kreative Arbeiten zu ermöglichen und ein qualitativ hochwertiges Kulturangebot zu fördern. Diese Unterstützung erstreckt sich nicht nur über die Sprachgrenzen hinaus, sondern trägt auch zur Bewahrung des materiellen und immateriellen kulturellen Erbes bei.
Insgesamt zeigt sich, dass der Kanton Appenzell Ausserrhoden mit seinen Förderungen ein Zeichen für die Wertschätzung von Kultur setzt und gleichzeitig die Vielfalt der kulturellen Angebote im In- und Ausland stärkt.