Heute ist der 6.05.2026 und die Sonne strahlt über den Aargau. Hier geht es um die Küche, um das Kochen und um die Menschen, die sich für diesen oft herausfordernden Beruf entscheiden. Doch es gibt ein großes Problem: Der Fachkräftemangel in der Gastronomie wird immer spürbarer. Das Care Food Network Aargau hat sich daher auf die Fahnen geschrieben, dem entgegenzuwirken. Kampagnen und Veranstaltungen sind geplant, um die Aufmerksamkeit auf die Berufsgruppe zu lenken und um potenzielle Lernende zu gewinnen. Ein wichtiges Ziel, denn in Schweizer Küchen gibt es seit längerer Zeit viel zu wenig Nachwuchs.
Lena Baumgartner ist eine angehende Köchin und beschreibt ihren Beruf als eine Mischung aus Leidenschaft und Herausforderungen. Viele Jugendliche könnten von den Anforderungen abgeschreckt werden. Doch Kimi Benz, ein Koch-Lehrling, sieht das anders: Er erzählt, dass der Umgang in den Küchen heutzutage viel angenehmer ist als früher. Und das ist nicht nur eine Ansicht – Sandro Koch, Küchenleiter im Alterszentrum St. Bernhard, bestätigt: Die Bedingungen haben sich über die Jahre stark verbessert. Hier wird klar, dass es einen Wandel im Küchenalltag gibt, der vielleicht auch die Lust aufs Kochen neu entfacht.
Veranstaltungen für die Zukunft
Im Sommer plant das Care Food Network Aargau spezielle Veranstaltungen, um die Vor- und Nachteile des Kochberufs näher zu beleuchten. Ziel ist es, Schulabgänger zu motivieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, das Handwerk kennenzulernen. Christian Schilling vom Care Food Network hat große Hoffnungen: „Wir brauchen mehr junge Leute im Küchenhandwerk“, sagt er, und man kann ihm nur zustimmen. Denn wenn wir die Qualität in unseren Restaurants sichern wollen, brauchen wir frischen Wind und neue Talente.
Doch das ist nicht das einzige, was getan werden muss. Der Fachkräftemangel im Gastgewerbe hat sich in den letzten Jahren erheblich verschärft. Seit 2012 sinkt die Anzahl der besetzten Lehrstellen im Schweizer Gastgewerbe kontinuierlich. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein 5-Punkte-Plan ins Leben gerufen, der die Aus- und Weiterbildung fördern soll. Dieser Plan umfasst unter anderem spezifische Kursangebote zu Themen wie „Partizipative Führung“ und „Moderne Mitarbeiterkonzepte“. So wird auch die Arbeitgeberattraktivität gesteigert, denn ohne fähige und motivierte Mitarbeiter ist kein Betrieb wirklich erfolgreich.
Ein Blick in die Zukunft
Die Einführung von Image- und Informationskampagnen soll das Bild der Gastronomie als Karriereweg aufpolieren. Schließlich gibt es so viele Möglichkeiten in der Branche, und es ist an der Zeit, diese aufzuzeigen. Die Förderung von Quereinsteigern und die nachträgliche Qualifizierung von Mitarbeitenden ohne branchenspezifische Ausbildung sind ebenfalls Teil des Plans. Hier sehen wir die Chance, dass Menschen, die vielleicht etwas anderes gelernt haben, in der Gastronomie Fuß fassen und mit neuer Energie durchstarten können.
Das gesamte Projekt, getragen von Formation GastroSuisse und verschiedenen kantonalen Verbänden, hat sich bis 2026 eine Finanzhilfe von CHF 703’960 gesichert. Die Herausforderungen sind groß, aber die Zukunft der Gastronomie in der Schweiz könnte heller sein, wenn wir es schaffen, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und die Menschen für diesen faszinierenden Beruf zu begeistern. Ein bisschen Aufbruchsstimmung liegt in der Luft, und das ist gut so!