Heute ist der 6.05.2026 und wir müssen über eine wichtige Wendung im Aargauer Regierungsrat sprechen. Stephan Attiger hat offiziell seinen Rücktritt aus dem Regierungsrat per 31. Dezember 2026 angekündigt. Ein Schritt, der sowohl Respekt als auch Dank in der politischen Landschaft des Kantons hervorruft. Nach über einem Jahrzehnt im Amt wird Attiger die Zügel in der Politik abgeben und führt den Kanton in diesem Jahr ein letztes Mal als Landammann – ein Abschied, der nicht nur für ihn, sondern auch für die Region von Bedeutung ist.
Attiger, der seit 2013 das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) leitet, hat in seiner Zeit als Regierungsrat zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, die die Mobilität und Infrastruktur des Aargaus maßgeblich beeinflusst haben. Die Genehmigung für die Limmattalbahn, die Weiterentwicklung der S-Bahn Aargau und diverse Umfahrungsprojekte in Städten wie Bad Zurzach und Mellingen sind nur einige der Initiativen, die seine Handschrift tragen. Ein engagierter Mann, der stets nach nachhaltigen, ganzheitlichen Lösungen strebte, um den Aargau als attraktiven Wirtschafts- und Wohnkanton zu fördern.
Ein Blick auf die Erfolge
Seine Amtszeit war geprägt von einem unermüdlichen Einsatz für die Themen, die ihm am Herzen liegen: Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Raumplanung und Energieversorgung. Attigers Ansatz, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft in Einklang zu bringen, zeigt sich in den vielen Projekten, die er initiiert hat. Von Renaturierungsprojekten wie Aue ‘Chly Rhy’ bis hin zur Modernisierung der Verwaltung mit dem Digitalisierungsprojekt eBau – er hat es verstanden, die verschiedenen Aspekte der Politik zusammenzubringen.
Besonders hervorzuheben ist auch sein Engagement auf nationaler Ebene, wo er als Präsident der Bau- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) und als Vorstandsmitglied der Energiedirektorenkonferenz (ENDK) die Anliegen des Aargaus vertreten hat. Das zeigt nicht nur seine Vision für die Zukunft, sondern auch seine Fähigkeit, im Dialog mit verschiedenen Interessengruppen pragmatische Lösungen zu finden.
Der Abschied und die Zukunft
FDP-Parteipräsidentin Sabina Freiermuth hat Attiger für seinen unermüdlichen Einsatz gedankt und ihm alles Gute für die Zukunft gewünscht. Die Findungskommission zur Nachfolge wird umgehend eingesetzt. Ein neuer Wind wird wehen, aber die Fußstapfen, die Attiger hinterlässt, sind groß. Am 20. Oktober 2024 haben die Wählerinnen und Wähler ihm erneut ihr Vertrauen ausgesprochen, und das war keine kleine Sache. Es zeigt, dass seine Arbeit geschätzt wird und dass der Weg, den er eingeschlagen hat, von vielen als richtig empfunden wird.
So geht eine Ära zu Ende, und die Frage bleibt, wie der Kanton Aargau sich weiterentwickeln wird. Die Herausforderungen sind nicht klein – Klimawandel, Urbanisierung und die Notwendigkeit, eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten, stehen auf der Agenda. Aber mit einem soliden Fundament, das Attiger gelegt hat, kann man gespannt sein, welche innovativen Lösungen in der Zukunft auf uns warten. Es bleibt also abzuwarten, wer die Nachfolge antreten wird und wie die Reise des Aargaus weitergeht.