Die Fussball-WM in den USA hat ihren Höhepunkt erreicht. Und was für ein Finale! Die spanische Nationalmannschaft setzte sich gegen Argentinien durch und krönte sich zum Weltmeister. Doch nicht nur in den Stadien ging es heiß her – auch in den Public Viewings im Aargau wurde für die Spiele kräftig mitgefiebert. Die Atmosphäre war elektrisierend, und das Publikum war bereit, auch zu später Stunde den Ball rollen zu sehen.

In Oftringen, genauer gesagt im «You», haben sich rund 10’000 Zuschauer über die gesamte Turnierdauer hinweg versammelt. Bei den besonders spannenden Spielen waren bis zu 800 Fans vor Ort. Emanuel Rippstein, der Inhaber des «You», zeigte sich begeistert von der Stimmung und den Besucherzahlen. Ähnlich gut lief es in der Aeschbachhalle in Aarau, wo fast 10’000 Besucher gezählt wurden. Die Halle war bei den Spielen der Schweizer Nationalmannschaft sogar mehrmals komplett ausverkauft. Dario Hauri, Co-Geschäftsführer der Halle, bemerkte jedoch, dass hochkarätige Partien anderer Nationen weniger Zuschauer anzogen. Dennoch, die Begeisterung war spürbar!

Public Viewings – Ein Spektakel für alle

Die WM 2026 war nicht nur für die Fans in den USA ein großes Ereignis, sondern auch für die Zuschauer hierzulande. Trotz der späten Anspielzeiten – und einige Spiele fanden mitten in der Nacht statt – waren die Public Viewings in der Schweiz gut besucht. Veranstalter berichteten von durchweg vollbesetzten Plätzen, auch wenn die Schweiz im Viertelfinale ausschied. Sebastian Thoma, der in St. Gallen die Spiele organisierte, war erfreut über die rege Teilnahme. In Zürich hingegen war die Maag Halle nicht mehr so gefragt wie in den vergangenen Jahren; dort wurden nur die Schweizer Spiele und die K.-o.-Phase gezeigt. Interessanterweise war das Publikum in Zürich jünger als erwartet, was auf eine neue Zielgruppe hindeutet.

Und auch in Bern, wo die Spiele beim Summer Beach Bern verfolgt werden konnten, zeigt sich eine positive Bilanz. Das Wetter spielte mit, und die Stimmung war super! Beat Hofer vom Summer Beach bemerkte, dass auch frühere Turniere Spiele während der Arbeitszeiten hatten, jedoch die späten Anspielzeiten – die normalerweise als Nachteil gelten – nicht so stark ins Gewicht fielen. Irgendwie scheint die Vorfreude auf das Spiel die Müdigkeit einfach wegzublasen.

Ein Blick über den Tellerrand

<pWenn wir einen Blick über den großen Teich wagen, stellen wir fest, dass auch die WM in den USA ihre Herausforderungen hatte. Während des Halbfinales zwischen England und Argentinien kam es zu Internetproblemen, die das Erlebnis für viele Zuschauer trübten. Man könnte sagen, das Duell war emotional aufgeladen, und die Netzüberlastungen sorgten für einige Frustrationen. Rund 82.500 Zuschauer waren beim WM-Finale in New Jersey anwesend – ein Riesenspektakel, das auch die sozialen Medien zum Blühen brachte. Viele Fans nutzten die Gelegenheit, um eigene Inhalte zu teilen, obwohl die FIFA ein Verbot für Spielvideos verhängt hatte. Diese Art der Teilhabe scheint mittlerweile zur Norm zu werden.

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Insgesamt zählte die FIFA während des gesamten Turniers 4,444 Millionen Zuschauer in den Stadien, wobei 26% davon weiblich waren. Die Altersverteilung zeigte eine breite Streuung: Die meisten Zuschauer waren zwischen 31 und 40 Jahren alt, gefolgt von der Altersgruppe der 21- bis 30-Jährigen. Es gab jedoch auch Stimmen, die die Inklusivität der WM in Frage stellten, da viele Fans aus Ländern wie Irak und Jordanien Schwierigkeiten hatten, Visa zu erhalten.

Die Diskussion über das Stadionkonzept und das Zuschauerverhalten wird auch in Deutschland lebhaft geführt. Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt äußerte sich kritisch zu den „Hydration Breaks“ in der Bundesliga und stellte fest, dass das Publikum der WM den Fußball anders konsumiert als die traditionellen Bundesliga-Besucher. Es bleibt spannend, wie sich das Fanverhalten in den kommenden Jahren entwickeln wird.