In Aargau tut sich was! Die Initiative „Cool down Aargau“ vom Naturama Aargau zielt darauf ab, Hitzewellen zu bekämpfen, und die Resonanz kann sich sehen lassen. Bis jetzt haben über 55.000 Besucher die Sonderausstellung besucht, die noch bis zum 6. September 2026 läuft. Hier geht es nicht nur um die drückende Sommerhitze, sondern vor allem um die Anpassung an den Klimawandel. Das klingt vielleicht etwas trocken, aber es wird spannend! Der Fokus liegt auf der sogenannten blau-grünen Infrastruktur. Das bedeutet konkret, dass die Begrünung von Siedlungen, die Integration nächtlicher Kaltluftströme und der Umbau nach dem Schwammstadt-Prinzip im Vordergrund stehen.

Besonders interessant ist, dass die Ausstellung auch die Herausforderungen der Trockenheit in der Landwirtschaft thematisiert. Hier wird das Beispiel von Gemüseproduzenten im Bünztal herangezogen. Und das ist noch nicht alles: Ab September werden im Museum neue Aargauer Klimakarten projiziert, die sicher für spannende Diskussionen sorgen werden. Die Bildungsinitiative „Schule fürs Klima“, die seit 2024 aktiv ist, lässt Schüler:innen Klimaanpassungsprojekte entwickeln und fördert den Kontakt zu politischen Entscheidungsträger:innen. Das Projekt läuft bis Ende 2027 – eine tolle Chance für die junge Generation!

Klimaschutz und Energieeffizienz

Apropos Klimaschutz: Der Kanton Aargau hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Die Strategie energieAARGAU strebt eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 75 % bis 2040 im Vergleich zu 1990 an. Das ist kein Pappenstiel! Die Treibhausgasemissionen sind hauptsächlich energetisch bedingt und resultieren aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Ein Blick auf den Strommix der Schweiz im Jahr 2024 zeigt, dass 59,6 % aus Wasserkraft stammen, während der Rest aus Kernkraft und anderen erneuerbaren Energien kommt.

Die Aargauer Wasserkraftwerke tragen beeindruckende 70 % zum lokalen Stromverbrauch bei und produzieren im Durchschnitt rund 3 Terawattstunden pro Jahr. Doch während die Wintermonate mehr Wasser bringen, leiden unsere Flüsse im Sommer unter Rückgang. Die Elektrifizierung von Fahrzeugen und Heizungen erfordert neue Lösungen und den Zubau erneuerbarer Energien. Ein besonders innovativer Aspekt ist der Ersatz elektrischer Heizungen durch Wärmepumpen, der den Stromverbrauch auf unter ein Drittel senken könnte. Im Rahmen einer Solaroffensive fördert der Kanton Photovoltaik-Anlagen, was sicher viele Hausbesitzer auf den Plan ruft.

Gemeinsam für ein besseres Klima

Die Naturama Aargau bietet darüber hinaus Kurse, Beratungen und Klimaspaziergänge in den Gemeinden an. Nach den Sommerferien sind bereits Klimaspaziergänge in Sins und Buchs geplant – eine gute Gelegenheit, um die eigene Umgebung bewusster wahrzunehmen. Und dann gibt es noch das Projekt „Asphaltknacker“, das Gemeinden und private Firmen bei der Entsiegelung von Flächen unterstützt. Das klingt nicht nur nach einer guten Idee, sondern ist auch ein Schritt in die richtige Richtung. In Zusammenarbeit mit der Krebsliga Schweiz wird das Projekt „Schatten für Kinder und Klima“ ebenfalls vorangetrieben.

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Am 2. September 2026 findet die Fachtagung „Klima: Wenn Schule und Gemeinde gemeinsam handeln“ statt. Hier wird Erfahrungsaustausch großgeschrieben, und es geht darum, gemeinsam Klimaprojekte zu fördern. Das Thema ist brisant, denn die menschgemachten Freisetzungen von Gasen gefährden nicht nur das atmosphärische Gleichgewicht, sondern auch unsere Gesundheit. Mit diesen Initiativen und Projekten wird deutlich, dass die Aargauer nicht nur reden, sondern auch handeln – und das ist genau das, was wir brauchen!