In der charmanten Stadt Zug wird ein Stück Geschichte neu belebt. Am Eingang zur Altstadt steht ein klassizistisches Bauwerk, das 1837/38 von Bäckermeister Joachim Wyss errichtet wurde. Seine Vision war es, dort eine Apotheke zu eröffnen, was sein Sohn Fidel Wyss auch tat. Heute, fast 200 Jahre später, steht das Gebäude am Postplatz vor einer umfassenden Sanierung, die dringend nötig ist. Die Heizungs-, Lüftungs- und Elektroinstallationen sowie die Liftanlage sind in die Jahre gekommen und müssen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Doch das Projekt ist nicht nur eine Frage der Instandsetzung. Im Rahmen der Arbeiten wird auch ein neuer Eingang für das Sozialamt auf der Ostseite geschaffen, der in einem neu erstellten Zwischenbau untergebracht wird. Dieses Vorhaben bewahrt die Funktionalität des Gebäudes, denn die oberen Geschosse bleiben weiterhin dem kantonalen Sozialamt vorbehalten. Im Erdgeschoss sind zudem zwei Gewerbebetriebe vorgesehen. Die untypische Arkade, die das Bauwerk zierte, wird zurückgebaut – ein Schritt, der sicherlich für Gesprächsstoff sorgen wird.

Ein Stück Zuger Architekturgeschichte

Die Fassade des Gebäudes ist ein wahres Schmuckstück. Mit ihrem Relieffries und den pharmazeutischen Emblemen aus dem Jahr 1929 ist sie nicht nur ein Blickfang, sondern auch Teil des Inventars der schützenswerten Denkmäler des Kantons Zug. Der Fokus der Sanierung liegt auf dem Erhalt dieser Fassade und der Gebäudesubstanz im Inneren. Die Bauarbeiten beginnen am kommenden Montag und sollen bis Februar 2028 abgeschlossen sein. Was für eine lange Zeit, aber es lohnt sich, um diese historische Perle zu bewahren!

Wusstet ihr, dass Zug nicht nur für seine schönen Bauten bekannt ist? Die Stadt hat auch eine reiche Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Historische Zuger Bauten sind Zeugen vergangener Zeiten und erzählen Geschichten, die oft vergessen scheinen. Die Baukultur in Zug ist vielfältig, und jedes Gebäude hat seinen eigenen Charakter und Charme. Von den alten Gassen bis hin zu modernen Neubauten – hier trifft Tradition auf Innovation. Und genau das macht Zug so besonders.

Die Sanierung des Sozialamts ist also mehr als nur ein Bauprojekt. Es ist ein Schritt in die Zukunft, der gleichzeitig die Vergangenheit respektiert. Die Stadt wird weiterhin wachsen und sich entwickeln, ohne die Wurzeln zu vergessen, die sie geprägt haben. Es bleibt spannend, wie das Ergebnis dieser Sanierung aussehen wird und welche neuen Geschichten das Gebäude nach seiner Wiederbelebung erzählen wird.

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