In der Welt des Schweizer Eishockeys hat sich ein bemerkenswerter Wechsel vollzogen: Der EV Zug hat Lauri Marjamäki als neuen Trainer verpflichtet. Dies ist das erste Mal seit 1986, dass es in der National League zu einer Trainerrochade kommt. Marjamäki, der von EHC Kloten zu Zug wechselt, hatte zuvor um Erlaubnis gebeten, sich im Bewerbungsprozess für den EVZ einzubringen. Die Rochade wurde von der Beratungsagentur 4Sports initiiert und zeigt einmal mehr, wie dynamisch und unberechenbar die Trainerlandschaft im Schweizer Eishockey ist.
Michael Liniger kehrt als Trainer zu Kloten zurück, nachdem er im Januar 2023 von Zug entlassen wurde. Liniger hat eine lange Vergangenheit bei Kloten und wird sicherlich versuchen, dem Klub frischen Wind zu verleihen. Die gesamte Trainerstaff von Kloten hat den Klub verlassen, was die Situation zusätzlich kompliziert macht. Marjamäki hatte in seiner Zeit bei Kloten beachtliche Erfolge erzielt, darunter die Qualifikation für die Play-offs in der Saison 2024/25. Dennoch war die Leistung des EV Zug in den letzten Jahren enttäuschend, was CEO Patrick Lengwiler dazu veranlasst hat, von einem Rebuild-Prozess zu sprechen. Dabei erhofft man sich durch die Verpflichtung von Marjamäki eine Wende.
Trainerwechsel in der National League
Der Wechsel zwischen Marjamäki und Liniger ist nicht der einzige Trainerwechsel, der in dieser Saison für Aufsehen sorgt. In der aktuellen Spielzeit sind viele Trainerpositionen in der Schweiz frühzeitig instabil. So hat der SC Bern Patrick Schöb als neuen Trainer nach der Entlassung von Jussi Tapola am 1. Oktober verpflichtet. Schöb konnte in seinen ersten fünf Spielen drei Siege erzielen, darunter auch ein knapper 2:1-Sieg gegen die SCL Tigers.
Auch beim Genfer Klub Genève-Servette HC gab es einen Trainerwechsel. Yorick Treille wurde nach einer herben 0:8-Niederlage gegen EHC Biel-Bienne entlassen. Ville Peltonen übernahm interimistisch und konnte gleich einen 4:1-Sieg gegen den EV Zug feiern. Diese vielen Wechsel zeigen, wie schnelllebig das Trainergeschäft im Eishockey ist und wie wichtig es ist, die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit zu treffen.
Ein Blick in die Zukunft
Insgesamt ist die Situation in der National League geprägt von Unsicherheiten und Neuanfängen. Der Trainerwechsel zwischen Marjamäki und Liniger könnte für beide Klubs entscheidend sein, um ihre Ziele zu erreichen. Während der EV Zug nach einer enttäuschenden Phase auf einen Rebuild setzt, wird Kloten versuchen, mit Liniger an der Spitze wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.
Die Frage bleibt, ob diese Rochade tatsächlich die erhofften Veränderungen mit sich bringt. Der Sport lebt von Emotionen, und die nächsten Spiele werden zeigen, ob die neue Aufstellung bei Zug und Kloten die Wende bringen kann. In dieser spannenden Zeit im Schweizer Eishockey bleibt es abzuwarten, wie sich die Trainerkarusselle weiter drehen werden. Die Fans dürfen gespannt sein!