Heute ist der 29.05.2026 und die National Summer Games in Zug ziehen unzählige Sporttalente an. Unter ihnen sticht eine ganz besondere Athletin hervor: Stefanie Bacher, 29 Jahre alt, aus Rotkreuz. Sie ist nicht nur eine leidenschaftliche Schwimmerin, sondern auch ein lebendiges Beispiel für den unermüdlichen Kampfgeist. Mit ihrer Teilnahme an diesem Großereignis, das die größte Sportveranstaltung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung in der Schweiz darstellt, setzt sie ein starkes Zeichen für Inklusion und Akzeptanz.

Rund 1600 Athletinnen und Athleten messen sich in 16 Sportarten und zeigen, was in ihnen steckt. Stefanie, die bereits an den Summer Games 2022 in St. Gallen teilgenommen hat, ist besonders stolz darauf, bei der Eröffnungsfeier die Fackel getragen und die Flame of Hope entzündet zu haben. Ein emotionaler Moment! Ihr Weg war alles andere als einfach: Nach einer Epilepsie-Operation, die 2009 einen leichten Hirnschlag zur Folge hatte, musste sie nicht nur wieder laufen lernen, sondern auch um die Rückkehr ins Wasser kämpfen.

Der Weg zur Medaille

Im Schwimmverein Procap Sport Zug trainiert sie wöchentlich, und das unter dem wachsamen Auge ihres Vaters, der ihr Coach ist. Der Gedanke an die Medaille, besonders an Gold, spornt sie an. Ihre Paradedisziplin ist Crawl, und sie startet in verschiedenen Kategorien, was ihr die Möglichkeit gibt, sich mit anderen Athleten auf Augenhöhe zu messen. Diese Teilung in Gruppen ist ein kluger Schachzug, um faire Wettkämpfe zu ermöglichen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Besonders schätzt Stefanie die Atmosphäre bei den Games – hier kann sie einfach sie selbst sein, ohne sich verstellen zu müssen. „Da gibt’s kein Messen mit Normen oder Erwartungen“, erzählt sie. Die Unterstützung unter den Athleten ist überwältigend. Jeder jubelt dem anderen zu, es ist wie eine große Familie. „Ehrlich gesagt“, sagt sie, „das ist das, was mir am meisten bedeutet.“

Ein Blick auf Special Olympics

Special Olympics wurde 1968 gegründet und hat sich seither für die Wertschätzung, Akzeptanz und Gleichstellung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen eingesetzt. In der Schweiz ist die Organisation seit 1995 aktiv und hat sich zu einem festen Bestandteil der Sportlandschaft entwickelt. Seit 2018 ist sie sogar Partnerorganisation von Swiss Olympic. So wird nicht nur Sport betrieben, sondern auch eine wichtige Botschaft vermittelt: Jeder Mensch hat das Recht, sich sportlich zu betätigen und Freude daran zu haben.

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Die National Summer Games sind mehr als nur Wettkämpfe. Sie sind eine Plattform, um Barrieren abzubauen und die Vielfalt zu feiern. Wenn man durch die Hallen und Freibäder von Zug schlendert, hört man das Lachen, sieht die strahlenden Gesichter und spürt die Energie in der Luft. Es ist ein Fest der Inklusion, das weit über den sportlichen Wettbewerb hinausgeht. Die Athleten zeigen, was es bedeutet, Grenzen zu überschreiten und die eigenen Träume zu verwirklichen.

Stefanie Bacher, mit ihrem unerschütterlichen Willen und ihrem strahlenden Lächeln, ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Sport verbindet und inspiriert. Mit ihrer Teilnahme an den National Summer Games zeigt sie, dass es im Leben nicht nur um Medaillen geht, sondern um die Gemeinschaft und die Unterstützung untereinander. Und genau das macht die Spiele zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.