In der Nacht auf Mittwoch, am 6. Mai 2026, hat die Schwingerwelt einen schmerzlichen Verlust erlitten. Stefan Strebel, der ehemalige Technische Leiter des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV), ist im Alter von nur 49 Jahren an Herzversagen verstorben. Der Nordwestschweizer Schwingverband sowie die Kampfrichterkommission bestätigten die traurige Nachricht, die wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam. Nur zwei Monate zuvor hatte Strebel sein Amt als Technischer Leiter niedergelegt, nach sechs Jahren voller Engagement und Leidenschaft für diesen traditionellen Sport.

Strebel war kein Unbekannter im Schwingsport. Mit 49 Kränzen, darunter drei eidgenössische, zählte er zu den erfolgreichen Schwingern. Seine aktive Karriere endete am 1. Mai 2005, doch die Liebe zum Schwingen blieb bis zu seinem letzten Atemzug. Sein letzter großer Auftritt fand beim Eidgenössischen Schwingfest in Mollis statt, wo er die Schlussgangteilnehmer Samuel Giger und Werner Schlegel in die Arena führte. Das Bild, das er dabei abgab, wird vielen in Erinnerung bleiben – ein Zeichen seiner Verbundenheit mit dem Sport.

Ein Visionär des Schwingens

Strebel war bekannt für seine progressiven Ansichten und sein Bestreben, den Schwingensport zu modernisieren. Eine seiner umstrittensten Ideen war der Vorschlag, den Video-Assistenten (VAR) bei Schwingfesten zu testen. Leider wurde dieser Vorschlag nicht angenommen. Im letzten Jahr sorgte er für Aufsehen, als er den amtierenden König Joel Wicki im ersten Gang mit dem Nicht-Eidgenossen Michael Moser einteilte – eine Entscheidung, die viele überraschte und für Diskussionen sorgte.

Abseits des Schwingens war Strebel ein großer Fußball-Fan, besonders des SC Freiburg. Er besuchte regelmäßig Spiele im Europa-Park Stadion und lebte seine Leidenschaft für den Fußball mit der gleichen Intensität, wie er es im Schwingen tat. Als zweifacher Familienvater war er auch privat ein wichtiger Mensch, der seine Werte und Überzeugungen stets in den Vordergrund stellte.

Ein Leben für den Schwingsport

Vor seiner Funktionärskarriere war er als aktiver Schwinger unglaublich erfolgreich. Bei allen drei Teilnahmen an den Eidgenössischen Schwing- und Älplerfesten zwischen 1998 und 2004 konnte er jeweils einen eidgenössischen Kranz gewinnen. Seine beeindruckende Bilanz von drei Kranzfesten, darunter zwei Aargauer und ein Basellandschaftliches Kantonales, bleibt unvergessen.

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In den 15 Jahren, die er im Vorstand des Nordwestschweizer Schwingerverbandes verbrachte – davon sechs Jahre als Technischer Leiter Jungschwingen und neun Jahre als Technischer Leiter Aktive – hinterließ er einen bleibenden Eindruck. Seine Visionen und Pläne für die Zukunft des Schwingens sind ein Erbe, das keinen vergessen wird.

Stefan Strebel war mehr als nur ein Schwinger oder Funktionär; er war eine prägende Figur des Schwingsports, die viele inspiriert hat. Sein plötzlicher Tod reißt eine große Lücke auf. Die Schwinggemeinschaft wird ihn schmerzlich vermissen, aber sein Geist wird weiterleben – in den Arenen, auf den Matten und in den Herzen all derjenigen, die das Schwingen lieben.