Die Sonne blitzt durch die Fenster des neuen Hauptsitzes von Axova, und das in einem Moment, der für das Unternehmen alles andere als selbstverständlich war. Vor vier Jahren, am 18. Juni 2022, stand die Lagerhalle in Flammen. Ein verheerender Brand hatte alles bis auf die Grundmauern zerstört und den Fuhrpark schwer getroffen. In einer Zeit, als die Welt durch die Corona-Pandemie ohnehin aus den Fugen geraten war, musste Axova sich neu erfinden. Doch das Unternehmen, das sich auf erneuerbare Energien spezialisiert hat, ist zurück – stärker und bereit, neue Wege zu gehen.
Axova, ein Solartechnik-Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitenden, feiert nun sein 15-jähriges Bestehen. Geschäftsführer Andreas Meier und Filippo Presti blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Sie erzählen von der Gründung ohne starren Businessplan, aber mit einer klaren Vision: Qualität und Zuverlässigkeit standen von Anfang an im Fokus. Mit über 3000 umgesetzten Projekten hat Axova in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Einfluss auf die Solarbranche in der Region gewonnen. Die neuen Räumlichkeiten im Oberbaselbiet bündeln nun alle zentralen betrieblichen Abläufe unter einem Dach.
Innovationen und Kundennähe
Ein Highlight in der Angebotspalette von Axova sind die firmeneigenen Apps, die es den Kunden ermöglichen, den Baufortschritt ihrer Solaranlagen live zu verfolgen. Das ist nicht nur ein praktisches Tool, sondern auch ein Zeichen dafür, wie wichtig Axova den direkten Kontakt zu seinen Kunden nimmt. Das breite Spektrum an Dienstleistungen reicht von Dachsanierungen über Solaranlagen bis hin zu Stromspeichern und Wärmepumpen. Diese Innovationsfreude ist besonders in Zeiten, in denen die Lebensdauer von Photovoltaikmodulen in der Regel 25 bis 30 Jahre beträgt, von Bedeutung – schließlich müssen die Anlagen gut gewartet werden, um über die Jahre hinweg effizient zu arbeiten.
Ein weiteres wichtiges Thema, das in der Branche immer mehr Beachtung findet, ist das Recycling von Photovoltaikmodulen. Gerade jetzt, wo die ersten großen Anlagen aus den 1990er-Jahren langsam das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Altgeräten gefragt. Die WEEE-Richtlinie regelt die Sammlung und Verwertung auf europäischer Ebene, und in Deutschland gibt es bereits strenge Vorgaben für die Wiederverwertung von Solarprodukten. Aktuelle Recyclingquoten von bis zu 96 % zeigen, dass die Industrie auf einem guten Weg ist. Axova könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen, indem es nicht nur neue Anlagen installiert, sondern auch den Lebenszyklus bestehender Module aktiv mitgestaltet.
Ein Blick in die Zukunft
Die Kunden waren am Tag der offenen Tür begeistert von den neuen Räumlichkeiten und informierten sich über die neuesten Techniktrends. Die Flexibilität der Belegschaft und das Verständnis der Kunden haben dem Unternehmen während der schwierigen Zeiten sehr geholfen. Anstatt die Lagerhalle am alten Standort wieder aufzubauen, hat Axova die Nachbarparzelle gekauft und setzt nun auf einen größeren Neubau. Das zeigt nicht nur unternehmerischen Mut, sondern auch eine klare Vision für die Zukunft.
Als wir uns an diesem sonnigen Tag in Zug versammeln, spürt man die Aufbruchsstimmung. Was vor vier Jahren in einem Inferno begann, hat sich zu einem leuchtenden Beispiel für Resilienz und Innovationsgeist entwickelt. Axova ist mehr als nur ein Solartechnik-Unternehmen – es ist ein Symbol für den Wandel in der Energiebranche und die Möglichkeit, aus Herausforderungen gestärkt hervorzugehen. Und wenn die Sonne wieder aufgeht, wird Axova bereit sein, sie zu nutzen.